Der Zeuge habe den Verdächtigen nahe der Stelle im Gras knien sehen, wo das Old-Trails-Feuer ausgebrochen war, sagte der Sheriff. Demnach war der 37-Jährige bereits am Samstag nahe dem Waldbrandgebiet ein erstes Mal festgenommen worden, wurde dann aber zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt. Nachdem sich der Verdacht gegen ihn erhärtete, wurde er erneut festgenommen und eine Kaution in Höhe von einer Million Dollar (866.926,75 Euro) festgesetzt.
Die Ermittler vermuten dem Sheriff zufolge, dass der Brand mit Streichhölzern oder einem Feuerzeug gelegt wurde. Der Verdächtige trug demnach bei seiner Festnahme wasserfeste Streichhölzer und ein Sturmfeuerzeug bei sich. Der Mann sei in der Vergangenheit bereits wegen Totschlags verurteilt worden.
Rund um Spokane waren am Wochenende drei große Waldbrände ausgebrochen. Luftaufnahmen zufolge brannten zwischen 700 und 1.100 Gebäude nieder, rund 65.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Berichte über Tote oder Verletzte gab es bisher nicht. Die Behörden versuchen laut Nowels, 14 Menschen zu kontaktieren, die bisher nicht per Handy zu erreichen waren. Die Betroffenen gälten jedoch vorerst nicht als vermisst, sagte der Sheriff.
Laut Spokanes Bürgermeisterin Lisa Brown gehen Beamte im Brandgebiet Straße für Straße ab, um die Schäden zu begutachten und mögliche Glutnester zu finden. Bisher sei unklar, wann die Bewohner in ihre Häuser zurückkehren können: „Es könnte Wochen dauern, abhängig davon, wo sich Ihr Haus und Eigentum befinden“, sagte sie. Der Gouverneur des Bundesstaates Washington, Bob Ferguson, sprach von der „schlimmsten Naturkatastrophe in der Geschichte Spokanes“.


