Die Situation im nicht eingestürzten Teil des Bozner Gerichtsgebäudes ist heikel. Die beiden verbliebenen Seitenflügel des monumentalen Justizpalastes weisen großflächige statische Mängel auf und sind ebenfalls einsturzgefährdet. Dies berichtet die Ansa , nachdem am gestrigen Donnerstag große Teile des Gerichtsgebäudes in Bozen eingestürzt sind.
Auch der monumentale Eingangsbereich mit den hohen Säulen und der großen Inschrift direkt über dem Gerichtsplatz sei einsturzgefährdet.
Drohnen übernehmen die Erkundung
Nach einem kurzen Erkundungsgang durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr am Donnerstag übernehmen Spezialdrohnen die Arbeit, um das Ausmaß der Schäden im Inneren aus der Luft zu analysieren und ein genaues Bild der Reststatik zu zeichnen.Die Bergung von wichtigen Dokumenten, Computern und Büroausstattungen stellt sich daher aktuell als äußerst schwierig dar. Auch die Mitarbeiter des Reinigungsunternehmens, die das Gebäude nach dem Vorfall fluchtartig verlassen mussten, können ihre privaten Habseligkeiten vorerst nicht zurückholen.
Der Auslöser für den Zusammensturz großer Teile des Gerichtsgebäudes bleibt unterdessen weiter Gegenstand von Ermittlungen.
Gerichtsplatz abgeriegelt
Nach einer entsprechenden Verordnung von Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati wurde der gesamte Gerichtsplatz weiträumig eingezäunt und für Passanten gesperrt.Um zu verhindern, dass Personen die Gefahrenzone betreten, überwachen die Ordnungskräfte das Gebäude nun rund um die Uhr. Unterstützt werden sie dabei von der Feuerwehr, dem Zivilschutz und privaten Sicherheitsdiensten.
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