Wer sich dieser Tage ins Portal des Zahlungsdienstleisters Nexi einloggt, dem begegnet ein Pop-Up-Fenster, welches dazu auffordert, die Sicherheits-Warnungen bei Bewegungen auf der Karte einzuschalten. Wer auf weiter klickt, sieht dann ein neues Fenster, das bestätigt, bei jeder Bewegung über 2 Euro würde in Zukunft ein SMS zugesandt. Weitere Informationen dazu, schreibt Nexi, stehen im Reglement.
„Was Nexi versäumt mitzuteilen“
Was Nexi laut der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) nicht mitteilt: jedes dieser SMS hat einen Kostenpunkt von 0,16 Euro, die direkt vom eigenen ermächtigten Telefonanbieter angelastet werden. Wer pro Monat 10 Bewegungen von mehr als 2 Euro tätigt, zahlt pro Jahr also knapp 20 Euro. Diese Information findet sich dabei nicht im besagten „Reglement“ – man muss sie erst in den Transparenzbestimmungen suchen.
„ Transparent geht anders. ”
— Gunde Bauhofer
Was die VZS noch kritisiert: wer die Benachrichtigungen über die App erhalten will, zahlt nichts. Kleiner Haken an der Sache: man muss über die App selbst einsteigen, um diese Option zu wählen – über das Internetportal ist die Option nicht aktivierbar (obschon man über die App einen Kodex generieren muss, um sich beim Internetportal überhaupt anzumelden – ein Schelm, wer Böses dabei denkt …).
„Transparent geht anders“ meint VZS-Geschäftsführerin Gunde Bauhofer. „Wer die SMS-Kosten vermeiden möchte, tut gut daran, über die App einzusteigen und diese Option zu wählen. Oder die Warnschwelle zu erhöhen – auch wenn dies nicht wirklich eine gute Alternative ist. Wir werden auf alle Fälle bei Nexi nachfragen, warum das Ganze so verschachtelt und intransparent aufgebaut wurde.“
Zudem weist die VBZ darauf hin, dass Menschen, die mehrere Karten von Nexi haben, die Einstellungen bei allen prüfen sollten.


