Montag, 15. September 2025

So viel Geld hat uns der Sommer gekostet

Der zu Ende gehende Sommer hinterlässt tiefe Spuren in Europas Volkswirtschaften. Forschende der Universität Mannheim und der Europäischen Zentralbank (EZB) beziffern die negativen wirtschaftlichen Folgen von Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen EU-weit auf rund 126 Milliarden Euro. Besonders stark betroffen sind Spanien, Frankreich und Italien, für die jeweils Kosten zwischen knapp 34 und 35 Milliarden Euro veranschlagt werden.

Forschende beziffern die negativen wirtschaftlichen Folgen von Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen EU-weit auf rund 126 Milliarden Euro. - Foto: © shutterstock

In ihre Berechnungen beziehen die Forschenden nicht nur direkte Kosten wie zerstörte Gebäude oder Ernteausfälle ein, sondern auch indirekte Folgen. Dazu zählen etwa sinkende Produktivität während Hitzewellen oder der Wegzug von Menschen aus besonders betroffenen Regionen.

Schäden durch Waldbrände fließen in die Berechnungen gar nicht ein

Diese Kosten fallen teilweise erst über mehrere Jahre hinweg an, sodass sich die Schätzung auf den Zeitraum bis einschließlich 2029 bezieht – allerdings ausschließlich auf die Auswirkungen des diesjährigen Sommers. Gut ein Drittel der Gesamtschäden, konkret rund 43 Milliarden Euro, dürften demnach bereits 2025 anfallen.

Für die Analyse kombinierten die Wissenschaftler aktuelle Wetterdaten mit historischen Daten zu wirtschaftlichen Folgen früherer Extremwetterereignisse. Die Universität Mannheim weist darauf hin, dass die tatsächlichen Schäden sogar noch höher liegen könnten.

So werden etwa bei gleichzeitigen Dürren und Hitzewellen lediglich die Auswirkungen der Dürre berücksichtigt. Schäden durch Waldbrände fließen in die Berechnungen gar nicht ein.

dpa/stol

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