In nur 24 Stunden stieg ihre Zahl um 150, wie aus einem Beitrag des Präsidenten der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, auf der Plattform X vom Mittwoch (MESZ) hervorging. Die aktiven Such- und Bergungsarbeiten gelten weitgehend als abgeschlossen, doch immer noch werden Leichen aus den Trümmern gezogen.
Der UNO-Nothilfekoordinator Tom Fletcher traf am Dienstag (Ortszeit) in Venezuela ein und reiste in die am schwersten betroffene Region La Guaira im Norden des südamerikanischen Landes. „Wir fragen uns derzeit: Wie können wir diese Koordination in der nächsten Phase aufbauen - was die Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser und Unterkünften sowie die benötigten medizinischen Einrichtungen angeht“, sagte er in einem Video.
Viele internationale Rettungsteams haben Venezuela bereits verlassen. „Das ist kein Aufgeben, sondern ein notwendiger Übergang hin zu einem würdigen Wiederaufbau“, teilte das mexikanische Einsatzteam Topos México auf der Plattform X mit. Der Rückzug sei durch das Ende des biologischen Überlebensfensters der Opfer gerechtfertigt. Zudem bestehe eine unmittelbare Gefahr weiterer Gebäudeeinstürze sowie die Notwendigkeit, in den eingestürzten Gebäuden schweres Gerät einzusetzen.


