Donnerstag, 11. Juni 2026

Bill Gates: Wurde von Epstein wegen Affären erpresst

Der Microsoft-Mitgründer Bill Gates ist nach eigenen Angaben von dem inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erpresst worden.

Microsoft-Gründer Gates vor Kongressausschuss. - Foto: © APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA / TOM BRENNER

Gates sagte am Mittwoch vor einem Ausschuss des US-Kongresses, es sei um außereheliche Affären gegangen. Aus jüngst veröffentlichten Dokumenten geht hervor, dass sich Gates und Epstein nach dessen erster Haftstrafe im Jahr 2008 wiederholt trafen. Gates meinte, er habe damals das Ausmaß von Epsteins Verbrechen nicht völlig begriffen.

Er habe aber nie kriminelles Verhalten bei Epstein beobachtet, ergänzte Gates. Er hielt jedoch fest: „Epstein versuchte, Informationen über meine Untreue - zusätzlich zu vielen Lügen, die er darüber legte - zu nutzen, um mich unter Druck zu setzen, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten.“

Gates äußerte sich vor dem Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses zu seinen Epstein-Verbindungen. Das Gremium untersucht den Umgang des US-Justizministeriums mit den Ermittlungen gegen Epstein und dessen Komplizin Ghislaine Maxwell. In den vergangenen Wochen hatte der Ausschuss unter anderem den früheren Präsidenten Bill Clinton und seine Frau Hillary befragt.

Die Anhörung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. „Ich hoffe, dass meine Aussage der wichtigen Arbeit des Ausschusses hilft, Gerechtigkeit für die Opfer zu finden“, sagte der 70-Jährige bei seinem Eintreffen im Kapitol.

apa

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