Missbrauch
Mette-Marits Sohn zu vier Jahren Haft verurteilt
Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Oslo befand den 29-Jährigen am Montag wegen zwei der vier ihm angelasteten Vergewaltigungen schuldig. In das Urteil flossen außerdem Gewalt gegen eine Ex-Freundin, Drohungen sowie Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung ein. Das Urteil trifft Høiby und seine Mutter in einer schwierigen Zeit: Mette-Marit wartet schwer krank auf eine Spenderlunge.
Graz: Internist soll Patientinnen missbraucht haben
Ein Grazer Internist soll Patientinnen jahrelang in seiner Privatordination sexuell missbraucht und heimlich nackt gefilmt haben. Der Mediziner soll die Frauen teilweise sogar sediert, sich auf einem Gynäkologenstuhl sexuell an ihnen vergangen und dies aufgenommen haben. Zahlreiche Fotos und Videos wurden offenbar auf einem Handy sichergestellt, wie die „Kronen Zeitung“ am Sonntag berichtete. Die Polizei Steiermark bestätigte der APA auf Nachfrage entsprechende Ermittlungen.
Harrods: 75 Missbrauchsopfer durch Al-Fayed entschädigt
Das Londoner Luxuskaufhaus Harrods hat bisher 75 Opfern sexuellen Missbrauchs durch seinen ehemaligen Eigentümer Mohamed Al-Fayed eine „vollständige Entschädigung“ gezahlt. Fast 200 weitere Anträge würden derzeit bearbeitet, teilte das Entschädigungsprogramm des Kaufhauses der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag in einer Erklärung mit. Insgesamt hätten 259 Betroffene Ansprüche geltend gemacht.
Mutmaßliches österreichisches Epstein-Opfer identifiziert
Eines von Hunderten Opfern des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein ist laut Recherchen des ORF aus Österreich gekommen. Die Frau habe demnach mehrere Jahre lang intensiven Kontakt mit dem Amerikaner gehabt. In der Zeit zwischen 2011 und 2013 sei sie „verbal und physisch“ missbraucht worden, gab sie gegenüber dem ORF an, wie dieser am Mittwoch berichtete.
US-Hip-Hop-Pionier Bambaataa mit 68 Jahren gestorben
Der bahnbrechende US-Hip-Hop-Künstler und DJ, Afrika Bambaataa, ist nach Angaben seines ehemaligen Plattenlabels im Alter von 68 Jahren gestorben. „Mit seinem Tod denken wir über seine Beiträge zum Genre und zur breiteren Kultur nach, die bis heute nachwirken“, erklärte Tommy Boy Records am Donnerstag (Ortszeit) im Onlinedienst Instagram. Der Rapper war vor allem für seinen Hit „Planet Rock“ aus dem Jahr 1982 bekannt.
Gericht hebt Auflagen gegen Influencer Andrew Tate auf
Ein Gericht in Rumänien hat alle rechtlichen Auflagen gegen den US-britischen Influencer und bekennenden Frauenfeind Andrew Tate aufgehoben. Tates Anwälte stellten der AFP am Montag eine Kopie des Urteils des Bukarester Gerichts zur Verfügung, das „die vorbeugende Maßnahme der richterlichen Kontrolle aufhebt“ und auch für Tates Bruder Tristan Tate gilt. Weder das Gericht noch die Staatsanwaltschaft äußerten sich zunächst zu dem Urteil.
Kindesmissbrauch in Paris: 31 Betreuer suspendiert
In Paris sind seit Beginn des Jahres 31 Mitarbeiter der städtischen Nachmittagsbetreuung für Schulkinder wegen des Verdachts sexueller Übergriffe suspendiert worden. Insgesamt seien 78 Betreuer aus verschiedenen Gründen vorläufig freigestellt worden, teilte der neue sozialistische Bürgermeister Emmanuel Grégoire am Freitag mit. Der Kampf gegen sexualisierte Gewalt gegen Kinder in städtischen Einrichtungen sei eine „absolute Priorität“ seiner Amtszeit, erklärte Grégoire.
Fernandes bei Demo für mehr Opferschutz
Zusammen mit Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes haben Tausende Menschen am Donnerstag in Hamburg für mehr Schutz für Opfer sexualisierter Gewalt demonstriert. Die Veranstalter sprachen von 22.000 Teilnehmern, die Polizei von 17.000. „Es reicht! Die Scham muss die Seite wechseln“, war auf selbstgemalten Plakaten zu lesen. Die Aktion am Rathausmarkt wurde u.a. von der Klimaaktivistin Luisa Neubauer und der Kolumnistin Alexandra Zykunov unterstützt.
Bericht zu möglicher Vertuschung von Missbrauch im Vatikan
Ein Bericht der Rechercheplattform „Correctiv“ sieht Hinweise auf eine mögliche Vertuschung von Fällen sexuellen Missbrauchs in der römisch-katholischen Kirche durch den Vatikan. In der Recherche wird auch Joseph Ratzinger, der spätere deutsche Papst Benedikt XVI., erwähnt. „Correctiv“ stützt sich in dem Bericht auf 20 gesammelte Briefwechsel zwischen Bischöfen aus aller Welt an den Vatikan, in denen Missbrauchsfälle gemeldet wurden.
EU-Parlament - Verbot von KI-Anwendungen für sexuelle Fakes
Im EU-Parlament haben die zuständigen Ausschüsse den Weg für ein Verbot von KI-Anwendungen geebnet, mit deren Hilfe sexualisierte Bilder von Menschen ohne deren Einwilligung hergestellt werden können. Bei einem Treffen von Justiz- und Verbraucherschutzausschuss am Mittwoch in Brüssel einigten sich die Abgeordneten auf eine entsprechende Änderung des Gesetzes zur Künstlichen Intelligenz (KI).
Erstmals gemeinsames Foto aufgetaucht: Prinz Andrew im Bademantel mit Epstein
In den Epstein-Akten ist offenbar erstmals ein Foto ausfindig gemacht worden, das den früheren britischen Prinzen Andrew und den einflussreichen britischen Politiker Peter Mandelson gemeinsam mit dem später verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zeigt. Der britische Fernsehsender ITV berichtete am Freitag über das undatierte Foto. Es gehört zu den Millionen Dateien rund um den Fall Epstein, die das US-Justizministerium Anfang dieses Jahres veröffentlicht hatte.
Trentino: Tochter der Lebensgefährtin missbraucht – Zehn Jahre Haft bestätigt
Zehn Jahre Haft, weil er die damals erst zwölfjährige Tochter seiner Partnerin missbraucht haben soll: Das Urteil, das in erster Instanz von Vorverhandlungsrichter Enrico Borrelli gegen einen 56-jährigen Arbeiter aus dem Trentino verhängt worden war, wurde am Mittwoch auch vom Oberlandesgericht bestätigt.
„Wurde als Zwölfjähriger von Priester sexuell belästigt“
Die Vorfälle, die einem heute 49-jährigen Südtiroler in seiner Kindheit widerfahren sein sollen, beschäftigen ihn noch heute. Über zwei Jahre hinweg wurde Martin (Name von der Redaktion geändert) mehrmals von einem Priester sexuell belästigt, wie er kürzlich im Rahmen einer Veranstaltung des Betroffenennetzwerks „Rete L'Abuso“ erzählte.
Vorwurf von Sexueller Ausbeutung gegen Ex-Harrods-Eigentümer
Mehrere Frauen werfen dem 2023 verstorbenen Ex-Eigentümer des Londoner Luxuskaufhauses Harrods, Mohamed Al-Fayed, und seinem Bruder Salah vor, ein organisiertes System sexueller Ausbeutung betrieben zu haben. Wie aus einer AFP-Recherche hervorgeht, ermittelt die französische Justiz zu möglichem Menschenhandel. Die Anwältin Eva Joly, die zwei Betroffene vertritt, verglich die Strukturen der Al-Fayeds mit denen des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.
Brisante Details: US-Regierung veröffentlicht neue Epstein-Dokumente
In der Affäre um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat die US-Regierung weitere Dokumente veröffentlicht. Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche sprach am Freitag in Washington von „mehr als drei Millionen Seiten“ Material. Darin seien auch „unwahre und sensationshaschende Behauptungen“ über Präsident Donald Trump enthalten. Zudem werden der ehemalige britische Prinz Andrew, Microsoft-Mitbegründer Bill Gates und Milliardär Elon Musk erwähnt.
Ex-SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter wegen Missbrauchs angeklagt
Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat nun Anklage gegen einen 57-jährigen Österreicher erhoben, der im SOS-Kinderdorf Seekirchen am Wallersee (Flachgau) als Familienhelfer tätig war. Dem Mann werden die Verbrechen des schweren sexuellen Missbrauchs und des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen sowie die Vergehen der Nötigung und des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses vorgeworfen. Die Übergriffe begannen 2017 und sollen über einen Zeitraum von drei Jahren erfolgt sein.
Aufarbeitung von Missbrauchsfällen: „Wo ich anfangen möchte? Gefühlt überall“
Das von der Diözese Bozen-Brixen in Auftrag gegebene Missbrauchsgutachten markiert einen Wendepunkt in der Kultur der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der Kirche. Eine grundlegende Rolle kommt dabei Johanna Brunner zu, die vor rund drei Wochen die hierfür neu geschaffene Stabsstelle angetreten ist.
Innsbrucker Priester spricht über Missbrauchserfahrung in Südtirol
Ein Priester der Diözese Innsbruck hat eigene Missbrauchserfahrungen durch einen Ordensangehörigen in Südtirol öffentlich gemacht. Zu dem Vorfall sexueller Gewalt sei es vor 40 Jahren während eines Gastaufenthaltes in seiner Ausbildungszeit im Haus des Deutschen Ordens in Lana gekommen, sagte der Innsbrucker Pfarrer im ORF Tirol-Gespräch. Mittlerweile gingen 15 weitere Meldungen bei der Ombudsstelle der Diözese ein, berichtete der ORF.
SOS-Kinderdorf: Gmeiner-Büste in Wien demontiert
Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen den Gründer von SOS-Kinderdorf hatten zuletzt zahlreiche Proponenten eine Umbenennung des Wiener Hermann-Gmeiner-Parks hinter der Alten Börse gefordert. Nun ist die dort befindliche Statue des mittlerweile verstorbenen Gmeiners abmontiert worden, wie „meinbezirk.at“ berichtet. Das Kunstwerk wurde von der Kulturabteilung MA7 und Restaurierungsexperten abgetragen.
Trump unterschreibt Gesetz zur Freigabe der Epstein-Akten
US-Präsident Donald Trump hat das Gesetz zur Freigabe von Justizakten über den gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unterzeichnet, gab er am Mittwoch auf der Plattform Truth Social bekannt. Trump hatte sich lange gegen die Veröffentlichung gewehrt, jetzt beugte er sich dem Druck seiner Partei und des Parlaments. Binnen 30 Tagen soll das Justizministerium nun die Dokumente veröffentlichen. Es wird allerdings bezweifelt, ob das wirklich die erhoffte Aufklärung bringt.



