Mittwoch, 22. Juli 2026

Nach ausländerfeindlichen Demos: 160.000 Menschen flüchten vor Gewalt aus Südafrika

Aus Furcht vor fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika haben in den vergangenen zwei Monaten mehr als 160.000 Ausländer Südafrika verlassen.

Ausländerfeindliche Demonstrationen in Südafrika. - Foto: © APA/AFP / EMMANUEL CROSET

Der Großteil der 160.000 Geflüchteten stammt aus Simbabwe und Malawi, wie am Dienstag aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage der Angaben ausländischer Regierungen hervorging. Auch Staatsbürger aus Ghana, Kenia, Lesotho, Mosambik, Nigeria und Uganda verließen demnach in großer Zahl Südafrika.

Im Juni hatte es in Südafrika landesweit verstärkt ausländerfeindliche Demonstrationen gegeben, deren Teilnehmer die Ausweisung von irregulären Migranten bis zum 30. Juni verlangten. Dabei wurden mindestens vier Menschen getötet. Begonnen hatten die Proteste bereits im vergangenen Jahr, ihre Organisatoren wollen bis zu den Regionalwahlen im November weitermachen.

Südafrika ist eines der wohlhabendsten Länder des Kontinents und zieht viele Arbeitsmigranten an, während es selbst mit einer Arbeitslosenquote von mehr als 30 Prozent und hohen Verbrechenszahlen zu kämpfen hat.

apa

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