Donnerstag, 20. August 2026

Nach „Flammenlinie“: Spruchbänder gegen Aufsplitterung des Senatskreises aufgetaucht

Nach der „Flammenlinie“ entlang des Etschdammes am Mittwochabend gehen die Proteste gegen die geplante Aufsplitterung des Senatswahlkreises Bozen/Unterland weiter.

Dieses Spruchband hängt seit dem Morgen am Kalterer Rottenburgerplatz. - Foto: © Privat

Seit Donnerstagmorgen hängen an zahlreichen Stellen im Unterland und Überetsch Spruchbänder, die den Unmut über die geplante politische Teilung des Bezirks zum Ausdruck bringen.

Am Rottenburgerplatz in Kaltern prangt etwa der Satz „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“. Damit wird auf den berühmten Ausspruch des damaligen DDR-Staatschefs Walter Ulbricht angespielt. Diesen hatte er im Juni 1961 bei einer internationalen Pressekonferenz in Ost-Berlin getätigt. Nur wenige Wochen später begann die Abriegelung West-Berlins und der Bau der Berliner Mauer.

200 Schützen organisierten „Flammenlinie“

Mit dem Spruchband wird auf die befürchtete politische Trennung des Bezirks angespielt. Bereits am Mittwochabend hatte der Protest deutlich an Fahrt aufgenommen: Rund 200 Schützen hatten bei einer vom Schützenbezirk Unterland organisierten „Flammenlinie“ mit Fackeln und Bengalo-Feuern entlang des Etschdammes gegen eine mögliche Trennung zwischen linkem und rechtem Etschufer demonstriert. Unterstützung kam dabei auch aus dem Überetsch.



Der Widerstand gegen die geplante Aufsplitterung hält damit weiter an. Nach der Protestaktion am Mittwochabend sorgen nun die Spruchbänder dafür, dass das Thema auch am Donnerstag im Unterland und Überetsch weiterhin das dominierende Gesprächsthema bleibt.

stol

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