Wahlkreise
Reform der Senatswahlkreise: Überetsch und Unterland kommen zu Meran
Im Senat in Rom sind am Montag die Würfel über die künftige Einteilung der Südtiroler Senatswahlkreise gefallen: Das gesamte Überetsch und Unterland – einschließlich der Gemeinden Pfatten und Branzoll – wird künftig dem Wahlkreis Meran zugeschlagen. Im Wahlkreis Bozen verbleiben damit nur noch die Landeshauptstadt selbst und Leifers.
Atz: „Die SVP hat offenbar vergessen, wofür sie gegründet wurde“
Die Zerreißung des Senatswahlkreises Bozen–Unterland ist für die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz, die selbst gebürtige Kaltererin ist, ein schwerwiegender politischer Einschnitt. In einer Aussendung nimmt sie Stellung zu den Geschehnissen.
Die Freiheitlichen: „Entscheidend ist, dass das Unterland zusammenbleibt“
Mit Genugtuung reagieren die Freiheitlichen auf die jüngsten Entwicklungen rund um die geplante Neuordnung der Senatswahlkreise in Südtirol. Die aktuellen Beratungen würden zeigen, dass parteiübergreifend nach Möglichkeiten gesucht werde, eine Teilung des Unterlandes zu verhindern und die historisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich gewachsene Einheit des Bezirks zu erhalten, so die Partei.
Bürgermeister zu Schützenbund: „Brauchen keine Selbstdarstellung“
„Wir brauchen im Unterland und Überetsch keine künstlichen Gräben zwischen Bürgermeistern, Schützen, Vereinen und der Bevölkerung. Wir brauchen keine gegenseitigen Schuldzuweisungen. Und wir brauchen vor allem keine Situation, in der jene gegeneinander ausgespielt werden, die im Grunde dasselbe Ziel verfolgen.“
Es knarzt heftig im politischen Gebälk des Unterlandes
Mit großem Interesse lauschten die Zuhörer im vollbesetzten Traminer Bürgerhaus den Ausführungen der beiden Referenten Oskar Peterlini und Peter Hilpold zur Reform des Senatswahlkreises Bozen-Unterland. Die heftigen Wortgefechte am Rande der Veranstaltung waren nicht dem Inhalt, sondern vielmehr dem vorgegebenen Gesprächsrahmen geschuldet.
„Werden versuchen, die Verkleinerung des Wahlkreises abzuwenden“
Am heutigen Montag berieten die Vertreter der SVP aus dem Unterland und dem Überetsch gemeinsam mit der Parteiführung über den weiteren Kurs in der Wahlrechtsreform beziehungsweise über das Vorhaben von Alessandro Urzì, den Wahlkreis Bozen Unterland zu verkleinern.
Senatswahlkreise: Obwexer sieht „kaum Spielraum“
Gegen die – von der Kammer angenommene – Forderung des Kammerabgeordneten Alessandro Urzì (Fratelli d'Italia) nach einer Anpassung des Senatswahlkreises Bozen/Unterland ist salopp gesagt kein Kraut gewachsen. Denn „die Paketmaßnahme 111 sieht eine angemessene Vertretung beider Südtiroler Sprachgruppen vor“, erklärt Prof. Walter Obwexer, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Innsbruck im Interview.
„Das Unterland ist unteilbar“: Unmut über geplante Reform der Wahlkreise
Die geplante Reform der Wahlkreise und des Wahlgesetzes insgesamt sorgt in Südtirol weiterhin für Unmut – vor allem im Unterland. Mittlerweile wurden sogar Plakate angebracht, die an die dunklen Zeiten des Faschismus erinnern.
Heftige Kritik an geplanter Neuaufteilung der Senatswahlkreise
Die geplante Neuaufteilung der Südtiroler Senatswahlkreise sorgt weiter für Kritik. Nachdem sich bereits die Grünen gegen das neue Wahlgesetz ausgesprochen haben, meldet sich nun auch der Südtiroler Schützenbund mit einer Stellungnahme zu Wort. Beide Organisationen sehen in den geplanten Änderungen einen problematischen Eingriff in die demokratischen Spielregeln und den Minderheitenschutz.
SVP-Bezirksobmann: „Das Unterland wird vergewaltigt“
Sollte das Wahlgesetz fürs Parlament bis zum Senat noch scheitern, knallen im Unterland die Sektkorken. Der SVP-Bezirk jedenfalls ist strikt gegen eine Aufteilung des Senatswahlkreises. „Wir bekommen Riesenprobleme im Bezirk“, sagt Bezirkschef Norbert Mayr.



