„Allein in diesem Jahr gibt es bereits mehr als 800 Opfer, darunter auch viele Kinder: In den letzten drei Jahren waren es jährlich über 100“, erklärte die Organisation. „Am Ostertag, der für viele Menschen eine Zeit der Wiedergeburt und der Hoffnung darstellt, sehen wir uns stattdessen gezwungen, neue verlorene Leben vor der Küste Libyens zu betrauern. Wieder einmal haben Männer, Frauen und Kinder eine verzweifelte Reise nach Europa unternommen, und wieder einmal hat sich das Mittelmeer in eine Grenze des Todes verwandelt“, so die Hilfsorganisation.
Mindestens zwei Menschen sind bei dem jüngsten Schiffbruch in libyschen Gewässern ums Leben gekommen, erklärten die Hilfsorganisationen Sea-Watch und Mediterranea Saving Humans am Sonntag im Onlinedienst X. 32 Menschen seien seit dem Untergang des Bootes am Samstagnachmittag gerettet worden. Das Boot mit insgesamt 105 Frauen, Männern und Kindern an Bord startete demnach von der libyschen Küste aus.
Eine der gefährlichsten Fluchtrouten
Die Überfahrt über das Mittelmeer nach Europa gilt als eine der gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. „Das Fehlen eines koordinierten europäischen Systems für Suche und Rettung zwingt weiterhin Tausende von Menschen, immer gefährlichere Routen zu wählen, wobei Rettungen dem Zufall oder dem guten Willen einzelner Staaten überlassen bleiben.Solange keine sicheren Wege geschaffen und kein strukturiertes Rettungssystem eingerichtet werden, werden wir weiterhin Tragödien erleben, die vermeidbar wären“, so „Save the Children“.


