Seit Mitte Juli wurden 25 verschiedene Rebsorten auf knapp 300 Hektar kontrolliert. Dabei wurden im Schnitt 20 bis 30 symptomatische Reben je Hektar festgestellt.
Auf den ersten Blick mag dieser Wert mit knapp 0,5 Prozent der Reben pro Hektar gering erscheinen. Für eine Krankheit wie die Goldgelbe Vergilbung ist er laut Versuchszentrum Laimburg jedoch bedenklich.
Ein Großteil der symptomatischen Reben trägt den Krankheitserreger bereits in sich und stellt damit einen potenziellen Krankheitsherd dar. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, ist es deshalb entscheidend, einen Befall möglichst früh zu erkennen.
Befallene Rebstöcke sind zu roden
Typische Anzeichen von Vergilbungskrankheiten sind eine Gelbfärbung der Blätter bei Weißweinsorten und eine Rotfärbung bei Rotweinsorten. Hinzu kommen das charakteristische dreieckige Einrollen der Blätter, eine gehemmte Holzreife sowie vertrocknete oder unreife, säuerlich schmeckende Trauben. Symptomatische Rebstöcke müssen unverzüglich samt Wurzelstock gerodet werden. Ergänzend dazu ist die Bekämpfung des Hauptüberträgers, der Amerikanischen Rebzikade, verpflichtend.„Neben dem Monitoring ist es notwendig, dass jede Weinbäuerin und jeder Weinbauer die eigenen Weingüter regelmäßig kontrolliert, damit die Anzahl infizierter Reben langfristig gesenkt werden kann“, erklärt Urban Spitaler, Leiter der Arbeitsgruppe Mittelprüfung am Versuchszentrum Laimburg.
Das Monitoring läuft noch bis Mitte Oktober.



