Landwirtschaft
Gala: „Eine katastrophale Ernte“
Erst wochenlang Hitze, dann Regen mitten zur Unzeit: Für viele Südtiroler Apfelbauern ist die heurige Ernte der Frühsorte Gala enttäuschend ausgefallen. Qualität und Menge hätten stark gelitten, sagen sowohl VOG als auch Obstversteigerer. Haben die Gala ausgedient?
Bauernbund: Landwirtschaft braucht Speicherbecken
Die Hitze und Trockenheit in diesem Sommer haben insbesondere in der Berglandwirtschaft zu Ernteeinbußen geführt. Aber auch im Obst- und Gemüsebau war das Wasser zeitweise knapp. Da solche Sommer künftig häufiger vorkommen werden, fordert der Südtiroler Bauernbund ein kluges Wassermanagement und einen raschen Ausbau der Speicherkapazitäten.
Mehr Nachhaltigkeit im Weinbau: Zahl der Zertifizierungen steigt
Ihre Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit können fast 3000 Weinbetriebe in Südtirol mit einer Zertifizierung nach S.Q.N.P.I. mittlerweile amtlich nachweisen. Die gesamte zertifizierte Fläche umfasst damit mehr als zwei Drittel der Weinanbaufläche im Land.
Hitzesommer: Kühe müssen früher von der Alm
Der trockene, heiße Sommer hat den Almen im Passeiertal und im Ultental zugesetzt. Alberich Hofer, Bergbauernvertreter im Südtiroler Bauernbund, geht davon aus, dass das Vieh von vielen Almen zehn bis 14 Tage früher abgetrieben werden muss, da es nicht mehr genügend Futter gibt. Gleichzeitig setzt der Mooser große Hoffnungen in die prognostizierten Regenmengen.
Weideprämie: Ansporn für Viehzüchter, und Mehrwert für Tierwohl
Die Weideprämie für gealpte Tiere verzeichnet hohen Zuspruch. Die Vertreter der Alminteressentschaften bestätigen unter anderem ein verstärktes Interesse der Bauern, ihre Tiere in höheren Lagen weiden zu lassen. Außerdem trage die Prämie dazu bei, dass die Viehbestände konstant bleiben.
Von der Roten Spinnmilbe bis zum Japankäfer: Bedrohung für die Felder
Italiens Landwirtschaft bekommt die Folgen des Klimawandels zunehmend zu spüren: Hohe Temperaturen begünstigen die Ausbreitung zahlreicher Schädlinge, die Obst- und Gemüseernten bedrohen. Der Bauernverband Coldiretti warnt vor wachsenden Schäden und fordert dringend bessere Prävention und Schutzmaßnahmen.
Neues Leben auf alten Feldern
Die Zahl der Betriebe, die Milch an die Südtiroler Genossenschaften liefern, hat seit 2005 kontinuierlich abgenommen: Dies geht aus der neuesten Auflage des Agrar- und Forstberichts hervor. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass die Motivation für die Milchwirtschaft gerade bei vielen jungen Menschen groß ist und manche bewusst wieder in diesen Bereich einsteigen. Ein Beispiel ist der 26-jährige Benjamin Lamprecht, der als Pächter einen Bergbauernhof in Schalders in der Gemeinde Vahrn bewirtschaftet.
Innovatives Bewässerungssystem für klimaresiliente Landwirtschaft
Stephan Raffl leitet seit nahezu zehn Jahren den Agrarbetrieb Laimburg, Max Mitterhofer seit fünf Jahren einen der dazugehörigen Gutshöfe, den Gutshof Mair am Weg oder Moarhof in Labers oberhalb von Meran. Vor wenigen Tagen haben sie an die 50 Mitglieder des Absolventenvereins Landwirtschaftlicher Schulen durch die 4000 Quadratmeter umfassende Apfelanlage geführt, um ihnen das Ergebnis eines innovativen Beregnungsmanagements zu zeigen.
„Die Ernte beginnt immer früher“
Der Klimawandel verändert den Rhythmus der Landwirtschaft – auch in Bozen. Welche Folgen die steigenden Temperaturen für die Landwirte bzw. für den Anbau von Äpfeln und Trauben haben, erklärt Michael Staffler, Obmann der Bozner Ortsgruppe des Bauernbunds, im Gespräch mit STOL.
Österreich: Viele Notschlachtungen wegen dürrebedingten Futtermangels
Die trockenheitsbedingte Futterknappheit veranlasst viele österreichische Bauern, einen Teil ihrer Rinder frühzeitig zu verkaufen. „In den vergangenen Wochen kamen rund dreimal so viele Schlachtkühe zur Vermarktung wie üblich“, hieß es von der ARGE Rind, der Dachorganisation von acht Rindererzeugergemeinschaften. Dadurch würden „die Kapazitäten der Schlacht- und Zerlegebetriebe an ihre Grenzen“ stoßen. Angesichts der Ernte- und Futtermittelausfälle werden Rufe nach einem Hilfspaket lauter.
Für mehr Sicherheit auf Südtirols Höfen
Südtirols Höfelandschaft ist kleinstrukturiert, die Hänge oft steil, das Gerät schwer, Witterungsbedingungen unberechenbar und der Zeitdruck hoch. Umso wichtiger ist es, Sicherheit in den Arbeitsalltag zu integrieren. Ein neues Kompetenzzentrum soll Prävention bündeln, Betriebe unterstützen und das Bewusstsein für Gefahren stärken. Denn schon ein kleiner Moment der Unachtsamkeit kann über das Schicksal einer ganzen Familie entscheiden.
„Agrar-Gipfel“ in Ulten mit drei Ministern
Zwischen zunehmenden Wetterextremen, wachsendem Bürokratieaufwand und wirtschaftlichem Druck geraten bäuerliche Betriebe in ganz Europa immer stärker unter Druck. Gerade weil viele Herausforderungen nicht an Landesgrenzen haltmachen, wurde Südtirol am Wochenende zum Treffpunkt europäischer Agrarpolitik: Die Landwirtschaftsminister Italiens, Deutschlands und Österreichs kamen auf der Außeren Schwemmalm im Ultental zusammen, um über die Zukunft der Branche zu beraten.
„Große Ausfälle“: Dürre stürzt die Bauern in die Krise
Die anhaltende Trockenheit verschärft die Lage für die Landwirtschaft im Pustertal zunehmend. Nachdem bereits der erste Grasschnitt erhebliche Einbußen gebracht hatte, fallen nun auch der zweite und dritte Schnitt deutlich schlechter aus als gewöhnlich. Besonders in den Hanglagen ist die Situation dramatisch.
Rentner von Kuhherde überrannt – 113.000 Euro Schadenersatz
Ein Wanderausflug durch die Almwiesen von Vicenza sollte für einen Rentner aus Favaro Veneto zu einem Albtraum werden: Er wurde von einer Kuh attackiert und anschließend von einer ganzen Herde überrannt und niedergetrampelt. Ein Gericht hat nun entschieden, dass die Betreiber der Alm dem Mann über 113.000 Euro Schadenersatz zahlen müssen.
Zankapfel Wasserzins: Allein Obst- und Weinbauern zahlen vollen Preis
Für Grünland gab es schon bisher Sonderkonditionen bei den Wassergebühren. Nun bekommt auch der Gemüseanbau einen 90-prozentigen „Rabatt“. „Somit haben Sonderkulturen eine gute Möglichkeit zu wachsen“, erklärt Landesrat Luis Walcher. Künftig zahlen also nur noch Wein- und Obstbauern den vollen Tarif.



