Landwirtschaft
Zankapfel Wasserzins: Allein Obst- und Weinbauern zahlen vollen Preis
Für Grünland gab es schon bisher Sonderkonditionen bei den Wassergebühren. Nun bekommt auch der Gemüseanbau einen 90-prozentigen „Rabatt“. „Somit haben Sonderkulturen eine gute Möglichkeit zu wachsen“, erklärt Landesrat Luis Walcher. Künftig zahlen also nur noch Wein- und Obstbauern den vollen Tarif.
Tote Kälber aufgefunden: Geldstrafe statt Verurteilung für überlasteten Bauern
Nachdem in seinem Stall drei verendete Kälber aufgefunden worden waren, wurde ein Landwirt in Österreich wegen Tierquälerei angeklagt. Aufgrund völliger Überbelastung des Nebenerwerbsbauern erging am Mittwoch eine Diversion – also einer Geldzahlung samt Verfahrenskosten anstelle einer Verurteilung wegen Tierquälerei.
Japankäfer in Südtirol: Sichtungen müssen sofort gemeldet werden
Der Japankäfer (Popillia japonica) ist ein aus Ostasien eingeschleppter, invasiver Quarantäneschädling. Er richtet an über 300 Pflanzenarten – darunter Obstbäume, Weinreben, Mais – massive Fraßschäden an, weshalb seine Ausbreitung in der EU streng überwacht wird. Einzelne Exemplare wurden bereits in Südtirol gefunden. Deshalb wurde jetzt eine Info-Kampagne gestartet, Sichtungen müssen unverzüglich gemeldet werden.
Japankäfer: Landespflanzenschutzdienst informiert breitgefächert
Der Japankäfer (Popillia japonica) ist ein aus Ostasien eingeschleppter invasiver Quarantäneschädling. Er richtet an über 300 Pflanzenarten - darunter Obstbäume, Weinreben, Mais - massive Fraßschäden an, weshalb seine Ausbreitung in der EU streng überwacht wird. Der Japankäfer verursacht etwa im Piemont massive Schäden im Weinbau, auch in der Lombardei, im Veneto, in der Emilia-Romagna und im Friaul ist der Schädling verbreitet. Vor einem Jahr waren vier einzelne Japankäfer an drei Orten in Südtirol gefunden worden, jedoch nur in den von den Pflanzenschutzinspektoren aufgestellten Fallen.
Umstieg auf die Viehdatenbank: Land nimmt Stellung zu Kritik
In Sachen Umstieg auf die gesamtstaatliche Viehdatenbank Vetinfo und die Probleme im Vorfeld des diesjährigen Almauftriebes gehen weiter die Wogen hoch. Nun stellen der Landestierärztliche Dienst und der zuständige Landesrat im Zusammenhang mit der Berichterstattung einige Punkte klar.
EU-Fördermittel fließen erfolgreich in Südtirols Landwirtschaft
Südtirol nutzt die Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds weiterhin besonders effizient. Beim Treffen des ELER-Begleitausschusses wurde sowohl eine erfolgreiche Bilanz der vergangenen Förderperiode als auch ein guter Start in den aktuellen Programmzeitraum bestätigt.
Hannes Dosser: „Es verzagt mich nicht, dass ich ein Bein verloren habe“
Ein Arbeitsunfall in der Landwirtschaft hat das Leben von Hannes Dosser, Bezirksobmann des Südtiroler Bauernbundes, am 10. Mai auf den Kopf gestellt. Der 46-jährige Schenner, der im Oktober zum vierten Mal Vater wird, erzählt im Interview mit unglaublicher Stärke über seinen Unfall, bei dem er ein Bein verloren hat, über die Reha, die er derzeit macht, und wie er seine Zukunft sieht.
„Hände weg von Getreide und Olivenöl“: Italiens Bauern protestieren
Tausende Landwirte des italienischen Bauernverbands Coldiretti protestieren gegen nach eigenen Angaben spekulative Praktiken auf den Agrarmärkten. Laut Äußerungen des Verbands stehen die Erzeuger unter massivem Druck. Während Olivenöl und Teigwaren im Einzelhandel weiterhin hohe Preise erreicht haben, würden Produzenten für Oliven und Hartweizen Erlöse erhalten, die häufig nicht einmal die Produktionskosten deckten.
Mit Qualität und Leidenschaft zum „Direktvermarkter des Jahres 2026“
Die Familie Knapp vom Auslugerhof in St. Lorenzen ist am Freitag vom Südtiroler Bauernbund als „Direktvermarkter des Jahres 2026“ ausgezeichnet worden. Mit dem Preis werden „Roter Hahn“-Direktvermarkter geehrt, die durch herausragende Produktqualität, Innovationskraft und besonderes Engagement für die bäuerliche Direktvermarktung überzeugen.
„Weißes Gold“ mit Erfolg selbst veredeln
Christoph Tribus bewirtschaftet mit seiner Familie auf 1.300 Metern den Hauser Hof in Vellau oberhalb von Algund. Seit 2012 betreibt er zusätzlich seine hofeigene Käserei und produziert verschiedenste Käsespezialitäten. STOL durfte den passionierten Bauer auf seinem Hof besuchen und ihm beim „Käsen“ über die Schultern schauen.
Alarm im Pustertal: Heuernte bricht um bis zu 80 Prozent ein
Die Pustertaler Landwirtschaft steht derzeit stark unter Druck: Denn aufgrund der anhaltenden Trockenheit ist die Heuernte vielerorts dramatisch eingebrochen. „Während es in guten Lagen Verluste von 40 bis 50 Prozent sind, machen sie in Hanglagen bis zu 80 Prozent aus“, sagt Bauernbund-Bezirksobmann Manfred Vallazza.
Wasser wird knapper: Jetzt heißt es sparen
Die Trockenheit könnte in den kommenden Wochen zum Dauer-Problem werden – nicht nur für die Landwirtschaft: Die Umweltagentur ruft die Bürger dazu auf, den Wasserverbrauch einzuschränken für die Bewässerung von Gärten und Grünanlagen, für die Reinigung von Höfen und Plätzen – auch in touristischen Betrieben – sowie für das Waschen von Fahrzeugen.
Hauptuntersuchung für Traktoren: Vormerkungen ab 26. Mai
Ab Dienstag, 26. Mai, können beim Kraftfahrzeugamt des Landes Vormerkungen für die Hauptuntersuchung von landwirtschaftlichen Traktoren beantragt werden. Die Vormerkung ist direkt an den Schaltern der Landesprüfstelle für Fahrzeuge oder über eine der in Südtirol tätigen Autoagenturen möglich.
Die beste Milch kommt von ganz oben: Ein Besuch bei Bäuerin Erika Kaserer
Wer zum Unterköben-Hof nach St. Martin im Kofel will, muss schwindelfrei sein. Die gut 15 Kilometer lange, schmale Bergstraße ist nichts für schwache Nerven: Kurve um Kurve windet sie sich den steilen Sonnenberg hinauf. Bequemer geht es mit der Seilbahn, die in sieben Minuten dorthin schwebt, wo der Vinschgau weit unter einem liegt – und wo im Vorjahr die Kühe von Erika Kaserer Südtirols beste Milch produziert haben.
Gen-Schere: Fortschritt oder Risiko?
Äpfel, die widerstandsfähiger gegen Krankheiten sind und weniger Pflanzenschutzmittel brauchen: Neue gentechnische Verfahren wecken große Hoffnungen – auch in Südtirol. Gleichzeitig sorgen die Pläne der EU für Kritik. Viele Verbraucher wollen weiterhin klar erkennen können, ob Lebensmittel mithilfe neuer Gentechnik entstanden sind. Obwohl die Reform lange als Formsache galt, ist die Entscheidung im EU-Parlament noch nicht endgültig gefallen.
Hier hagelt es in Südtirol am häufigsten
Schon der zweite Hagelschlag in diesem Frühjahr: Die Schäden halten sich zwar in Grenzen, ärgerlich ist es für die Obstbauern aber allemal: Am Montagabend sind während der Gewitter Hagelkörner niedergeprasselt, darunter in Eppan, Meran, Algund, Riffian, Passeier, Lana, Laurein, Teilen des Sarntals, am Regglberg und im Raum Brixen.
Nutztiere: Erhaltung bedrohter lokaler Rassen wird gefördert
Mit Geldern der EU, des Staates und des Landes Südtirol werden eine Reihe von Maßnahmen unterstützt, die das Ziel haben, den ländlichen Raum in Südtirol aufzuwerten und die Versorgungsfunktion und Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft zu sichern.
Druck auf den Milchpreis wächst
Südtirols Milchhöfe haben 2025 Umsätze und Auszahlungspreise steigern können. Heuer könnten die hohen Energiepreise die Molkereien unter Druck setzen. „Unter diesen Bedingungen wird der jetzige Milchpreis nicht zu halten sein“, befürchtet Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes.
Frühe Apfelblüte birgt Frostgefahr
Seit Ostermontag stehen die Apfelbäume der Sorte „Golden Delicious“ im Versuchszentrum Laimburg in Pfatten in Vollblüte – und damit so früh wie selten zuvor. Zwar ist dieses Naturschauspiel schön anzusehen, dürfte Südtirols Obstbauern aber in ständige Alarmbereitschaft versetzen.
Terlan: Die Spargelzeit ist eröffnet
In und um Terlan steht ab sofort wieder das „königliche Gemüse“, der Terlaner Spargel „Margarete“, im Mittelpunkt des kulinarischen Angebots. Acht Gastbetriebe haben die traditionelle „Terlaner Spargelzeit“ eingeläutet, die bis zum 25. Mai dauert. Erstmals nehmen auch zwei Betriebe aus Nals/Sirmian teil.



