Dienstag, 10. März 2026

VW-Gewinn um fast die Hälfte eingebrochen

Nach starken Gewinnverlusten im vergangenen Jahr will der Volkswagen-Konzern seine Sparbemühungen erhöhen. Der Konzern arbeite an einem Transformationsplan, sagte Konzernchef Oliver Blume bei der Bilanzvorlage in Wolfsburg.

Bei der Kernmarke VW will Volkswagen seine E-Strategie ausbauen. - Foto: © ANSA / CHRISTOPHER NEUNDORF


Der Gewinn des Konzerns mit Marken wie VW, Audi, Škoda oder Porsche ist im Jahr 2025 um 44 Prozent geschrumpft – von 12,4 auf 6,9 Milliarden Euro. Der Umsatz sank um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro.

Grund für die maue Bilanz waren vor allem die Belastungen bei der Tochter Porsche wegen des Strategie-Schwenks zur Verbrenner-Verlängerung, die auf die Konzernmutter durchschlugen. Hinzu kamen Milliardenbelastungen aus den US-Zöllen. Die Sonderbelastungen bei Porsche kosteten laut eigenen Angaben 4,7 Milliarden Euro, hinzu kamen die US-Zölle mit 2,9 Milliarden.

Blume: „Werden jeden Stein umdrehen“

„Wir haben handelspolitische Hürden, wir haben komplett veränderte Märkte, wir haben eine zunehmende Regulatorik“, sagte Blume. „Und wir stellen ganz einfach fest, dass das Geschäftsmodell, was uns über Jahrzehnte getragen hat, dass das in dieser Form nicht mehr funktioniert.“ Dem wolle man mit einem neuen „Zielbild Volkswagen Konzern 2030“ begegnen.

Dabei gehe es auch um Kosteneffizienz. „Wir werden jeden Stein umdrehen. Das geht über alle Kostenarten.“ Personalkosten stünden zunächst aber nicht im Vordergrund. Größere Einsparungen verspricht sich Blume in anderen Bereichen wie Beschaffung, Entwicklung, Material, Produktion und Vertrieb. Beim Personal werde man zunächst das konsequent umsetzen, was bereits vereinbart wurde, so Blume.

50.000 Jobs fallen bis 2030 weg

Unternehmen und Gewerkschaft hatten sich Ende 2024 nach langem Ringen auf ein Sanierungsprogramm geeinigt, das allein bei der Kernmarke VW den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2030 vorsieht. Ähnliche Programme folgten bei Audi und Porsche. Konzernweit sollen so 50.000 Stellen wegfallen. Diese Zahl bekräftigte Blume bei der Bilanzvorlage.

dpa

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