Forschung
NASA-Bilder von Krater des SpaceX-Teils auf dem Mond
Zwei Wochen nach dem Einschlag eines vier Tonnen schweren Schrottteils einer SpaceX-Rakete auf dem Mond hat die NASA neue Aufnahmen von dem dadurch entstandenen Krater veröffentlicht. Dieser habe einen Durchmesser von etwa 18 Metern und sei knapp drei Meter tief, teilte die US-Raumfahrtbehörde am Dienstag mit. Sie berief sich dabei auf Berechnungen ihrer Experten auf Grundlage des Krater-Schattenwurfs.
Neue Froschart in Costa Rica in Kaffeeplantagen entdeckt
In Costa Rica haben Forscher eine neue, nachtaktive Froschart entdeckt, die in Kaffeeplantagen lebt. „Es handelt sich um eine für die Wissenschaft neue Baumfroschart, die in Costa Rica endemisch ist“, sagte der Forscher Wagner Chaves-Acuña. Der grün und braun gefleckte Frosch wird nicht größer als vier Zentimeter und wurde in San Lorenzo de Tarrazú, einem Bergdorf der Provinz San José, entdeckt.
Geheimnis um Bletterbach-Fossil gelöst: Urzeit-Knochen sorgt für Sensation
Ein internationales Forscherteam hat einen rätselhaften Wirbelknochen aus der Bletterbachschlucht einem gepanzerten Meeresreptil zugeordnet. Der Fund zählt zu den ältesten bekannten Nachweisen dieser Tiergruppe und liefert neue Hinweise darauf, wie sich das Leben nach dem größten Massenaussterben der Erdgeschichte entwickelte.
Forscherin zeigt parasitäre rechtsextreme Modestile auf
Von klassischen Bomberjacken und Springerstiefeln in den 1990er-Jahren bis zur aktuellen „stilistischen Unübersichtlichkeit“ mit u.a. Polohemden, Streetwear und „Tradwife“-Mode: Rechtsextreme Gruppen sind nicht nur in Musik und Medien aktiv, sondern versuchen, ihre Botschaften gezielt mithilfe von Kleidung zu verbreiten, sagte Modeforscherin Elke Gaugele Dabei eignen sie sich unterschiedliche Stile an, um verschiedene Gruppen mit ihren Symbolen zu beliefern.
Nach-Corona-Studie: Keine gespaltene Gesellschaft, aber belastete Beziehungen
Hat die Coronapandemie den sozialen Zusammenhalt und das Vertrauen in die Institutionen in Südtirol nachhaltig geschwächt? Eine neue Studie von Eurac Research zeichnet ein differenziertes Bild: Zwar erinnern sich viele Menschen in Südtirol an die Pandemie als eine Zeit gesellschaftlicher Spaltung, doch im Hinblick auf die Streitfragen der Pandemie zeigen sich keine verfeindeten Lager, sondern eine breite zurückhaltende Mitte. Schwer wiegt aber die Erfahrung vieler Menschen, nicht ausreichend gesehen und gehört worden zu sein. Grundlage der Ergebnisse ist unter anderem eine repräsentative Befragung der Südtiroler Bevölkerung.
„Seal of Excellence“-Forschungsprojekte werden fortgeführt
Das Land Südtirol passt die Richtlinien für die Finanzierung von „Seal of Excellence“-Projekten an und baut die Förderung internationaler Spitzenforschung weiter aus. Ab 2027 sollen jährlich mindestens fünf neue Exzellenzprojekte unterstützt werden.
Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen
Südtirols Landeshauptstadt wird in dieser Woche zum Treffpunkt der internationalen Paläontologie. Bei der Tagung Paleo4Alps kommen Fachgesellschaften aus Italien und dem gesamten deutschsprachigen Raum erstmals zu einem gemeinsamen Treffen zusammen. Organisiert wird die Konferenz von der unibz und den Tiroler Landesmuseen, in Zusammenarbeit mit dem Naturmuseum Südtirol und dem MUSE.
Social-Media-Verbot in Australien zeigt kaum Auswirkungen
Als erstes Land der Welt hatte Australien Ende vergangenen Jahres ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren erlassen - nun wurde eine der ersten Studien zu den Auswirkungen veröffentlicht. Das Ergebnis ist für Befürworter der Maßnahme ernüchternd: Das Verbot hatte bisher wenig Auswirkungen auf das Nutzungsverhalten von Teenagern auf Plattformen wie Instagram, Facebook und Tiktok gezeigt.
Brixner Quantenphysiker Hannes Pichler erhält Feltrinelli-Preis
Der Theoretische Physiker Hannes Pichler aus Brixen wurde am vergangenen Freitag in Rom im Beisein von Staatspräsident Sergio Mattarella mit dem renommierten Antonio-Feltrinelli-Giovani-Preis in Physik ausgezeichnet. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung der italienischen Akademie der Wissenschaften geht an Forscher unter 40 Jahren, die in ihrem Fach außergewöhnliche und international beachtete Erfolge erzielt haben.
5.300 Jahre nach seinem Tod: Ötzis Mikrobiom noch aktiv
Eine neue Studie von Eurac Research liefert bislang unbekannte Einblicke in die mikrobielle Welt der Gletschermumie Ötzi. Die Forscher konnten erstmals genauer unterscheiden, welche Mikroorganismen den Mann aus der Kupferzeit bereits zu Lebzeiten begleiteten. Besonders spannend: Selbst 5.300 Jahre nach seinem Tod ist Ötzis Mikrobiom teils noch aktiv.
Forschung: Den Borkenkäfer mit seinen natürlichen Feinden schlagen
Der Borkenkäferbefall in Südtirols Wäldern flacht aktuell wieder ab, doch es war bestimmt nicht der letzte: Umso wichtiger ist es, besser auf kommende Ausbrüche vorbereitet zu sein. Genau dieses Ziel haben sich Forscher der Uni Bozen und von Eurac Research bei ihrem jüngsten Forschungsprojekt gesetzt. Ein besonderes Augenmerk soll dabei den natürlichen Feinden des Borkenkäfers gelten, wie jüngst bei der Vorstellung der Ergebnisse betont wurde.
Citizen Science: Beobachtungen tragen zum Naturschutz bei
Im Etschtal ist der Große Eichenbockkäfer schon unterwegs und im Süden Südtirols blüht der Frauenschuh auf: In diesen Tagen treffen die ersten Meldungen naturkundlicher Beobachtungen im Landesamt für Natur ein. Dieses sammelt im Rahmen eines „Citizen Science“-Projekts weiterhin Beobachtungen zehn ausgewählter, geschützter Tier- und Pflanzenarten in Südtirol.
Hantavirus: Wildtierfallen in Argentinien aufgestellt
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ haben Wissenschafter in der südargentinischen Stadt Ushuaia mit Untersuchungen an Nagetieren begonnen. Biologen stellten am Montag erste Fallen auf, um mögliche Träger des Virus zu fangen. Die „Hondius“, auf der drei Menschen nach einer Hantavirus-Infektion starben, war am 1. April in Ushuaia an der Südspitze Argentiniens zu einer Atlantik-Kreuzfahrt aufgebrochen.
Vielversprechende Lungenembolie-Studie in Nordtirol
Innsbrucks Uni-Klinik für Kardiologie hat mit dem Wiener AKH an einer internationalen Studie mitgewirkt, die sich mit der Behandlung akuter Lungenembolien beschäftigt - und zwar mittels eines Katheterverfahrens. Bei ausgewählten Patienten mit intermediärem Risiko seien klare Hinweise für einen Nutzen festgestellt worden, so der Angiologe und Co-Autor Markus Theurl im APA-Gespräch. Die Methode sei nun zwar nachweislich sicher und effektiv, aber noch keine Standardtherapie.
Regionale Entwicklung: 90 Prozent der EFRE-Gelder sind zugeteilt
Mit einer finanziellen Ausstattung von rund 250 Millionen Euro in der Programmperiode 2021-2027 ist der EFRE einer der wichtigsten und größten EU-Förderfonds in Südtirol. Am Donnerstag trat in der Eurac in Bozen der EFRE-Begleitausschuss zusammen und konnte sich von der planmäßigen Umsetzung des Programms überzeugen: 22 Aufrufe wurden veröffentlicht, mehr als 175 Projekte ausgewählt und 90 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel verplant.
Verlagerung von Venedig wegen steigender Wasserstände
Venedig steht nach Einschätzung von Forschern zunehmend unter Druck durch steigende Wasserstände und das Absinken des Bodens. Die Lagunenstadt, die zum UNESCO-Welterbe zählt, liegt nur knapp über dem Meeresspiegel. Besonders gefährdet ist etwa der Markusplatz, einer der tiefstgelegenen Punkte der Stadt. Um Venedig langfristig vor dem steigenden Meeresspiegel zu schützen, könnte im Extremfall sogar eine Verlagerung der Stadt notwendig werden.
Klimawandel verstärkt Sorge um antike griechische Stätten
Häufige Waldbrände, Hitzewellen, steigender Meeresspiegel: Wegen des Klimawandels sorgen sich griechische Behörden um die einzigartigen archäologischen Stätten. Die über das ganze Land verstreuten Zeugnisse der Antike ziehen jährlich Millionen von Touristen an und spülen große Summen in die Kassen. Doch viele der Stätten liegen in ländlichen Gebieten. Verantwortliche fordern verstärkte Vorbereitungen für den Fall plötzlich notwendiger Evakuierungen wegen Naturkatastrophen.
Hightech im OP: Robotik zieht in den Südtiroler Sanitätsbetrieb ein
Der Südtiroler Sanitätsbetrieb führt den OP-Roboter „Da Vinci“ ein und startet damit in eine neue Ära der Chirurgie. Mehrere Fachabteilungen sollen von präziseren und schonenderen Eingriffen profitieren. Die neue Technologie verspricht weniger Schmerzen und schnellere Genesung – stellt aber auch hohe Anforderungen an Teams und Abläufe.
Mit Streaming lässt sich für Musiker kaum etwas verdienen
Viele Musikschaffende können vom Streaming allein nicht ihr Leben finanzieren – sind aber trotzdem davon abhängig. Das ergab eine Befragung des britischen Oxford Internet Institute und der niederländischen Universität Groningen. Im Zentrum der Untersuchung standen den Angaben zufolge Musiker, „die weder reich noch berühmt sind und somit die überwiegende Mehrheit der Musikkünstler weltweit ausmachen“.
Landesprogramm für Forschung und Innovation 2026 gutgeheißen
Im Jahresprogramm für Forschung und Innovation werden alljährlich die Prioritäten und strategischen Ziele für die beiden Bereiche festgelegt. Diese orientieren sich an der Südtiroler Innovationsstrategie „Smart Specialication Strategy (RIS3)“ und den darin festgelegten Spezialisierungsbereichen Automation & Digital, Food & Life Science, Alpine Technologies und Green Technologies.
Artemis 2 -Crew bereitet sich auf Landung vor
Die vier Astronauten der „Artemis 2“-Mondmission bereiten sich auf ihre Rückkehr zur Erde vor. Die Crew habe – nachdem sie von dem Song „Under Pressure“ von Queen und David Bowie aufgeweckt worden sei – noch einmal zahlreiche wissenschaftliche Tests durchgeführt und damit begonnen, Equipment zu verstauen, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Zwischendurch gratulierte ihnen zudem der kanadische Premierminister Mark Carney per Live-Schaltung.
Forscher warnen: Evakuierung aus Flugzeugen dauert zu lang
Die Alterung der Gesellschaft hat auch Auswirkungen auf die Rettung von Menschen aus Flugzeugen. Die Dauer von Evakuierungen aus den Maschinen steige mit dem Alter der Fluggäste, schreibt ein internationales Forschungsteam in der Fachzeitschrift „AIP Advances“. Demnach sind die international vorgegebenen Evakuierungszeiten bei einem hohen Anteil älterer Passagiere zurzeit kaum einzuhalten.
Generalprobe für Rückkehr auf den Mond steht bevor
Nach wochenlanger Verzögerung wegen technischer Probleme öffnet sich am 1. April das Zeitfenster für den Start der US-Mondmission Artemis 2. Drei Astronauten und eine Astronautin sollen zehn Tage lang in einer Orion-Kapsel den Mond umrunden, aber nicht auf dem Erdtrabanten landen. Es wäre der erste bemannte Flug Richtung Mond seit der Landung von Apollo 17 im Jahr 1972.



