Gentechnik
Gen-Schere: Fortschritt oder Risiko?
Äpfel, die widerstandsfähiger gegen Krankheiten sind und weniger Pflanzenschutzmittel brauchen: Neue gentechnische Verfahren wecken große Hoffnungen – auch in Südtirol. Gleichzeitig sorgen die Pläne der EU für Kritik. Viele Verbraucher wollen weiterhin klar erkennen können, ob Lebensmittel mithilfe neuer Gentechnik entstanden sind. Obwohl die Reform lange als Formsache galt, ist die Entscheidung im EU-Parlament noch nicht endgültig gefallen.
EU-Einigung auf Lockerungen der Gentechnik-Regeln
Mit modernen Gentechnikverfahren veränderte Lebensmittel sollen in der EU künftig ohne spezielle Kennzeichnung im Supermarkt verkauft werden können. Unterhändler der 27 EU-Staaten und des Europaparlaments einigten sich in Brüssel darauf, entsprechende Züchtungen in vielen Fällen von bisher strengen EU-Gentechnikregeln auszunehmen, wie beide Seiten in der Nacht auf Donnerstag mitteilten. Die Änderungen sollen dafür sorgen, dass mehr neue Pflanzensorten auf den Markt kommen.
Erste gentechnisch veränderte Banane der Welt – Rettung vor dem Aus?
Wenn die Panama-Krankheit TR4 zuschlägt, können Bananenbauern nur noch hilflos zusehen, wie ihre Plantage stirbt. Ein Gegenmittel gegen den Pilz gibt es nicht. In Australien wurde erstmals eine gentechnisch veränderte Linie der Cavendish-Banane für den Verzehr zugelassen. Sie ist resistent gegen TR4. Ist Gentechnik die Rettung für die Bananen-Industrie?
Neue Gentechnik: welche Pflanzen werden unterschieden?
Auf EU-Ebene wird derzeit über eine Deregulierung von Pflanzen, die mit Hilfe neuer gentechnischer Verfahren hergestellt werden, sowie daraus produzierter Lebens- und Futtermittel diskutiert. Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) informiert in einer Presseaussendung, was es damit auf sich hat.
EU will Gentechnik-Regeln lockern: Sinnvoll oder gefährlich?
Gentechnisch veränderte Lebensmittel – bei diesem Gedanken ist vielen Menschen unwohl. Dennoch schlägt die EU-Kommission vor, Regeln dazu zu lockern. Das könnte unter anderem dazu führen, dass veränderte Lebensmittel – womöglich dann auch ohne spezielle Kennzeichnung – den Weg auf den Markt finden.



