Inflation
Iran-Krieg lässt Inflationsrate in Euro-Zone auf 3,2 Prozent steigen
Der Ölpreisanstieg wegen des Iran-Krieges treibt die Inflation im Euroraum weiter nach oben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Mai um durchschnittlich 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Anstieg auf 3,2 Prozent gerechnet. Im April war die Inflationsrate bereits auf 3,0 Prozent geklettert.
Inflation frisst Renten auf: Soziale Mitte fordert bessere Anpassung
Die Vorsitzende der Sozialen Mitte, Gabi Morandell, sieht viele Rentnerinnen und Rentner zunehmend unter finanziellem Druck. Vor allem die Kombination aus hohen Lebenshaltungskosten und unzureichender Inflationsanpassung gefährde laut ihr die Kaufkraft älterer Menschen. Handlungsbedarf sieht sie in erster Linie auf Staatsebene.
Inflationsrate steigt in Südtirol deutlich an
Das Leben in Südtirol hat sich im April sprunghaft verteuert: Die Verbraucherpreise kletterten im Jahresvergleich in Bozen im Schnitt um 3,4 Prozent nach oben. Das ist der höchste Stand seit Herbst 2023. Im März hatte die Inflationsrate noch bei 1,9 Prozent gelegen.
EZB muss laut IWF Zinsen nicht hektisch erhöhen
Die Europäische Zentralbank steht nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds weniger unter Druck, die Zinsen wegen der höheren Inflation schnell anheben zu müssen. Die Teuerungsrate sei bisher nahe am Ziel von zwei Prozent gelegen, hieß es am Freitag in einem IWF-Blog. Die EZB habe daher etwas mehr Spielraum, die Situation erst einmal zu beobachten und zu bewerten. Der IWF rechnet bis zum Ende des Jahres mit Zinserhöhungen um insgesamt 0,5 Prozentpunkte.
„Die Inflation ist eine Steuer auf die Armen“
In einer scharfen Analyse warnt Alfred Ebner, Generalsekretär der Rentnergewerkschaft AGB/CGIL, vor den Folgen der Teuerung in Südtirol. Die Gewerkschaft fordert tiefgreifende Reformen und eine rasche Überarbeitung der geplanten Rentenzuschüsse des Landes.
Ökonomen halbieren Wachstumsprognose für Deutschland
Weniger Wachstum, mehr Inflation: Wegen der Folgen des Irankriegs senken die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen für die deutsche Konjunktur. Für heuer rechnen sie nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,6 Prozent, wie am Mittwoch aus der Gemeinschaftsdiagnose hervorgeht.
Irankrieg treibt Inflation in Eurozone nach oben
Wegen der steigenden Öl- und Gaspreise infolge des Irankrieges hat die Inflation in der Eurozone deutlich angezogen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise im März um 2,5 Prozent zu, wie Eurostat am Mittwoch mitteilte. Im Februar lag die Inflation noch bei 1,9 Prozent.
Rom drückt die Spritkosten
Die Regierung in Rom zieht angesichts der hohen Spritpreise die Notbremse: Mit einer Reihe von Maßnahmen will sie Familien und Unternehmen bei den steigenden Kosten entlasten. Der Ministerrat hat am Mittwochabend in einer Eilsitzung das entsprechende Dekret verabschiedet.
Wie der Nahost-Konflikt die Energierechnung trifft
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für steigende Öl- und Gaspreise auf den Märkten. Doch wie stark schlagen diese Marktschwankungen tatsächlich auf die Strom- und Heizrechnungen in Südtirol durch? Wir haben beim größten Energiedienstleister des Landes, Alperia, nachgefragt.
Krieg in Nahost: Droht eine neue Teuerungswelle?
Die Eskalation im Iran-Konflikt lässt Öl- und Gaspreise steigen und Aktienkurse fallen. Entwickelt sich die Auseinandersetzung zu einem lang anhaltenden Krieg, könnte das spürbare Folgen für die Weltwirtschaft und den Geldbeutel jedes Einzelnen haben.
Region: Auf mehr Salär soll Inflationsanpassung folgen
Das Dekret ist unterschrieben: Mit Jänner wird Gemeindeverwaltern zwischen 20 und 2,25 Prozent mehr Salär ausbezahlt. Als nächsten Schritt visiert Regionalassessor Franz Locher eine Inflationsanpassung an, welche es in den Gemeinden nicht gibt. „Vielleicht nur alle zwei Jahre und gedeckelt“, sagt Locher. Einfach werde es nicht, denn die Amtsentschädigungen in Südtirol sind deutlich höher als im Trentino.
Inflationsvorschläge seit Oktober ungeprüft
Aufgeschoben ist hoffentlich nicht aufgehoben: Eigentlich sollte bei dem gestrigen Treffen zwischen Gewerkschaften und Verhandlungsagentur das Thema „automatischer Inflationsausgleich im öffentlichen Dienst“ ganz oben stehen, doch dazu kam es nicht. „Dadurch zieht sich alles in die Länge“, berichtet Ulli Bauhofer, Generalsekretärin der Fachgewerkschaft Öffentlicher Dienst im AGB/CGIL.
„Automatisch“ mehr Geld für die Beamten
Die öffentliche Hand kleckert nicht: Allein die Kosten für 14.000 Lehrer und Landesangestellte stiegen seit 2016 um 50 Prozent oder 500 Mio. Euro auf 1,46 Mrd. Euro. Heute erhalten 44.000 öffentlich Bedienstete eine strukturelle Lohnerhöhung zwischen 280 und 395 Euro. „Zehn Millionen Euro im Haushalt für weitere Inflationsanpassungen reichen nicht“, sagt Landesrätin Magdalena Amhof.
Löhne in Südtirol – Tschenett: „So ist Armut vorprogrammiert“
Um 8,5 Prozent ist das reale Jahresbruttoeinkommen der Beschäftigten in der Privatwirtschaft in Südtirol in den letzten zehn Jahren gesunken: Das geht aus dem gestern veröffentlichten ASTAT-Bericht hervor. Zwar dürfte sich die Lage mit den seit 2023 unterzeichneten Kollektiv- und Zusatzverträge auf gesamtstaatlicher und Landesebene etwas gebessert haben. „Aber wir haben jetzt schon Niedrigrenten. Bei niedrigen Löhnen werden sie noch niedriger ausfallen – dann ist die Armut vorprogrammiert“, warnt ASGB-Chef Tony Tschenett.
Löhne in Südtirol: Privatwirtschaft hinkt Preissteigerungen hinterher
Drei Viertel aller Beschäftigten in Südtirol arbeiten in der Privatwirtschaft – und genau dort öffnet sich die Schere zwischen Einkommen und Lebenshaltungskosten immer weiter. Das zeigt eine heuer erschienene Studie des Arbeitsförderungsinstituts (Afi).



