Integration
„SelbstStark“: Neuer Lehrgang für Erwachsene mit Beeinträchtigung
Im November diesen Jahres startet der neue Lehrgang für Erwachsene mit körperlichen und/oder kognitiven Beeinträchtigungen „SelbstStark – Wegbegleiter zur Eigenständigkeit“. Ziel der Weiterbildungsveranstaltung ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ihrem Weg in die Arbeitswelt und ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu stärken.
Inklusive Schule: „Rom, bitte dringend eingreifen“
Jetzt wendet sich Alex Ploner, Landtagsabgeordneter des Team K, hilfesuchend an Rom. Der Grund: „Während der italienische Staat eine Zuweisung von Integrationslehrpersonen nach Bedarf vorsieht und auf eine Integrationslehrkraft zwei, maximal drei Kinder kommen, wendet Südtirol einen Schlüssel an – und hält selbst den nur auf dem Papier, nicht in der Realität, ein.“
„Zu große Eile bei Berufsbildänderung“
Mitarbeiter für Integration sollen künftig – gegen eine Zulage und freiwillig – erweiterte gesundheitsbezogene Aufgaben übernehmen. So steht es im Entwurf für den neuen Kollektivvertrag der Landesbediensteten. Das, so findet Gewerkschafterin Ulli Bauhofer (Fachgewerkschaft Öffentlicher Dienst im CGIL/AGB), „kommt einer Änderung des Berufsbildes gleich – und eine solche hätten wir gerne mit den betroffenen Kollegen vorab besprochen.“ Ein Aufschub wurde der Gewerkschaft allerdings nicht gewährt. Und so hat man den Vertrag nicht vorunterzeichnet.
Mutter verzweifelt: Keine Betreuung für Sohn mit Behinderung
„Es tut uns leid, aber Ihr Sohn kann die restliche Woche nicht mehr in die Sommerbetreuung kommen“: Diese Mitteilung hat Sibylle Unterhofer am vergangenen Montagabend um 21.30 Uhr bekommen – und jetzt weiß die in Vollzeit berufstätige Mutter nicht so recht, wo sie ihren mehrfach beeinträchtigten Sohn während ihrer Arbeitszeit unterbringen soll.
Kritik an Stellenvergabe für Mitarbeiterinnen für Integration
Der Fachbereich für Inklusion im Landesverband der Sozialberufe äußert zunehmende Besorgnis über die bevorstehende Vergabe für die diesjährige Stellenwahl der Integrationsmitarbeiter im deutschen Bildungsbereich und die unzureichenden Rahmenbedingungen, die sich im Vergleich zu den Vorjahren kaum verbessert haben.Die Wahl findet in der Zeit vom 4. bis 6. August statt.
Willkommen in Südtirol: Netzwerktreffen für Neuankömmlinge
Zahlreiche zugezogene Fachkräfte und Interessierte aus dem In- und Ausland folgten am gestrigen Donnerstag der Einladung des Welcome Service der Handelskammer zum Netzwerktreffen im Merkantilgebäude in Bozen. Ziel der Veranstaltung war es, neue Kontakte zu knüpfen, hilfreiche Informationen zu erhalten und Erfahrungen auszutauschen.
Landesintegrationsbeirat tritt erstmals zusammen
Etwa 56.000 Menschen ausländischer Nationalität aus insgesamt 150 Herkunftsländern leben in Südtirol – das entspricht einem Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung von 10,4 Prozent. Deutlich mehr als die Hälfte (56,8 Prozent) dieser Menschen haben ihren ständigen Wohnort in einer der sieben Gemeinden städtischer Größenordnung. Das sind die aktuellen Zahlen zum Thema, die das Landesinstitut für Statistik ASTAT dieser Tage bekanntgegeben hat.
Lange Wartezeiten: Frist für Nachweis der Sprachkurse verlängert
Zuerst Sprache, dann Geld: Unter diesem Motto hatte das Land 2023 die Auszahlung von Landeskinder- und Landesfamiliengeld für Nicht-EU-Bürger an einen Sprachlehrgang und einen Kurs in Bürgerkunde gekoppelt. 400 Familien wurde der Beitrag gestrichen. Doch der Zwang zur Integration stößt an seine (hausgemachten) Grenzen: Weil 2000 Bürger auf einen Kurs warten, können sie die Anforderungen nicht innerhalb von 12 Monaten erfüllen – und die Landesregierung dehnt die Frist heute auf 2 Jahre aus.
Brixner Gemeinderat: Vom Flüchtling zum Brückenbauer
Mit fast nichts kam Ahmed Shabbeir in den 1990er Jahren als Flüchtling nach Europa. In Südtirol hat der gebürtige Pakistaner längst Fuß gefasst und sich ein Leben aufgebaut. Seit März dieses Jahres ist Shabbeir Mitglied des Brixner Gemeinderates und will in seiner Gemeinde aktiv etwas bewegen.
Deutschunterricht: So versucht es eine Mittelschule in Meran
Die „Sonderklasse“ an der Bozner Goetheschule sorgt für massive und kontroverse Schlagzeilen. Einen ganz anderen Weg, Schüler ohne ausreichende Deutsch-Kenntnisse aufzufangen, will man im kommenden Schuljahr an der Meraner Mittelschule Carl Wolf gehen.
Weinende Eltern am Telefon
„Ich habe weinende Eltern am Telefon, die nicht wissen, ob ihr Kind mit Beeinträchtigung im kommenden Schuljahr betreut wird. Die Situation ist wirklich schlimm, so schlimm wie nie zuvor“, sagt Bernadette Ramoser, bei den Aktiven Eltern von Menschen mit Behinderung (AEB) zuständig für die Arbeitsgruppe Deutsche Schule.
Sie hat sich mit der eigenen Eisdiele einen Traum erfüllt
„Mein Leben findet inmitten von Eis statt“, sagt Chorouk El Hilaa (41) mit einem glücklichen Lachen im Gesicht. Sie hat ihre Passion für die Süßspeise nicht nur längst zu ihrem Beruf gemacht, seit 5 Jahren ist sie auch stolze Besitzerin einer eigenen Eisdiele in Bozen, die wohl nicht von ungefähr „La dolce vita“ heißt.
„Man muss akzeptieren, dass das hier nicht Italien ist“
Sie hat Großstadt, Freunde, Bucatini und Cornetti hinter sich gelassen und ist von Rom nach Percha gezogen. Dort stellt Erica Giopp (33) fest, dass das Land nicht wirklich Italien ist, man hier ein Deutsch spricht, das nicht wirklich deutsch ist und man ohne Sport in den Bergen nicht wirklich heimisch wird. Sie lernt Dialekt, geht klettern und mit Tourenskiern den Berg hoch und schreibt ein Buch über das Einheimisch-Werden in Südtirol.
20 Mitarbeiter mehr für Integration – „Ist zu wenig für ganz Südtirol“
290 Stellen für Mitarbeiter für Integration kündigt Landesrat Philipp Achammer für das kommende Schuljahr an, das wären 20 mehr als bisher. Beim AEB ist man eher enttäuscht: „Das ist zu wenig für ganz Südtirol“, findet Angelika Stampfl, Vorsitzende der Aktiven Eltern von Menschen mit Behinderung (AEB).
Mutter sucht auf Facebook selbst Mitarbeiter für Integration für Tochter
Eine Mutter sucht über Facebook eine Mitarbeiterin für Integration für ihre Tochter mit Beeinträchtigung. Helene (Name von der Red. geändert) ist Mitarbeiterin für Integration. Heuer hat sie – erst zum dritten Mal in 25 Arbeitsjahren – eine Vollzeitstelle ergattert, eine von nur 17 in der deutschen Schule. Da läuft was falsch.
Jasmin hat das Downsyndrom – und jetzt endlich eine Arbeit gefunden
Jasmin Thöny ist glücklich: Denn die 34-jährige Frau mit Down-Syndrom hat eine Arbeit gefunden, die sie erfüllt. Sie arbeitet vormittags in der Bar im Krankenhaus und nachmittags in der Wunderbar der Bezirksgemeinschaft Eisacktal.
Freude am Deutsch Lernen mit dem Projekt HIPPY
Seit Oktober läuft im Pustertal über die Bezirksgemeinschaft Pustertal das Projekt HIPPY. Es handelt sich um ein Hausbesuchsprogramm für Vorschulkinder anderer Kulturkreise, bei welchen Mütter (oder andere Bezugspersonen) darauf vorbereitet werden, sich jeden Nachmittag mit dem eigenen Kind gezielt zu beschäftigen und so gemeinsam den Spaß am Lernen der deutschen Sprache zu entwickeln. Von Martin Tinkhauser
Arbeitsinklusion von Menschen mit Behinderung: Große Chance für Betriebe
Betriebe besuchen, zusammen reden, informieren, Schwellenängste abbauen: So möchten mehrere Behindertenverbände und der Dachverband für Soziales und Gesundheit die Arbeitsinklusion von Menschen mit Behinderung voranbringen. Im international tätigen Unternehmen Dr. Schär hat nun ein erstes solches Treffen stattgefunden. Weitere Unternehmen in Südtirol sollen folgen.
Claudia Müller – Selbstbewusste Frau mit Downsyndrom erobert die Herzen
Claudia Müller aus Hafling arbeitet im Kolpinghaus in Obermais und fühlt sich wohl – Kollegen und Gäste haben sie ins Herz geschlossen. Wie sie ihre Arbeitskollegen zum Staunen bringt und was die selbstbewusste junge Frau aus Hafling sonst noch so macht, erzählt sie uns. Und auch ihre Bezugspersonen kommen zu Wort. Von Florian Mair
Bernd und das „tolle Team“ von der Küche
Der 21. März ist der Welttag des Down-Syndroms. Auch Bernd Hofer aus Stefansdorf bei St. Lorenzen lebt mit dieser genetischen Störung. Aber er hat eine Arbeit gefunden, die ihm Freude macht, ein Arbeitsumfeld, in dem er sich wohl fühlt und Kolleginnen, mit denen er sich gut versteht – in der Kindergartenküche in St. Lorenzen.
Wie ein junger Mann mit Down-Syndrom zum Profi-Tänzer wurde
Menschen mit geistiger Beeinträchtigung arbeiten größtenteils in Werkstätten. Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt sind eine Seltenheit. Bei der Tanzcompany „tanzbar_bremen“ ist das anders. Sie hat 3 Tänzer mit Trisomie 21 fest angestellt. + Von Janet Binder
Integration: Gewusst wie!
Ab der kommenden Woche starten die Weiterbildungen der Caritas für Interessierte, die eingewanderten Menschen helfen möchten, sich in der Südtiroler Lebenswelt zurecht zu finden. Der Kurs richtet sich an ehrenamtlich Tätige, aber auch an Fachkräfte in öffentlichen und privaten Institutionen, die beruflich mit neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Kontakt kommen. Die Teilnahme an den einzelnen Weiterbildungsveranstaltungen ist kostenlos.
Familien- und Kindergeld gestrichen: Wem das ab 1. Jänner passieren kann
Verabschiedet wurde das Gesetz schon vor 3 Jahren, mit 1. Jänner 2023 tritt es in Kraft. Familien, die dieses Datum immer noch nicht ernst genommen haben, könnten damit beim Familien- und Kindergeld aus der Landeskasse bald durch die Finger schauen.
„Sind irgendwie unfiltriert“: Ein Paar und seine ungewöhnliche Kellerei
Leila Gravelli und Dominic Würth stellen zusammen charaktervolle Weine her. Dass der Autor während der Verkostung plötzlich eine afrikanische Hochzeit vor Augen hat, hängt mit dem interkulturellen Ansatz des Ehepaares zusammen. + Von Helmut Luther
Geld vom Land nur nach Sprachkurs: Kann ein Rekurs das Gesetz kippen?
Wenn Einwanderer in Südtirol um Kinder- oder Familiengeld ansuchen, müssen sie vorweisen, dass sie eine der Landessprachen zumindest in Grundzügen beherrschen. Diese neue Regel wird ab Herbst gelten. Doch es gibt Widerstand, rechtliche Schritte sind angekündigt. Kann das Landesgesetz noch ausgehebelt werden? + Von Michael Eschgfäller



