Milchwirtschaft
Reaktionen auf Mila-Brimi-Fusion: „Das könnte schon zum Problem werden“
Die beschlossene Fusion von Mila und Brimi zum Milchhof Südtirol sorgt für Aufsehen – über die Branche hinaus. Während Politik und Wissenschaft den Zusammenschluss als überfällig feiern, herrscht bei den Mitbewerbern in Südtirol auch Skepsis.
Druck auf den Milchpreis wächst
Südtirols Milchhöfe haben 2025 Umsätze und Auszahlungspreise steigern können. Heuer könnten die hohen Energiepreise die Molkereien unter Druck setzen. „Unter diesen Bedingungen wird der jetzige Milchpreis nicht zu halten sein“, befürchtet Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes.
Mila und Brimi: Vorstände legen sich fest
Fusion oder doch nur eine engere Partnerschaft? Diese Frage prägte zuletzt die Diskussion um die Zukunft der beiden größten Südtiroler Milchgenossenschaften, Bergmilch Südtirol (Mila) und Milchhof Brixen (Brimi). Nach intensiven Beratungen haben die Führungsgremien nun eine gemeinsame Linie festgelegt.
Drei Kühe, viel Einsatz und die beste Milch im ganzen Land
Sie haben es zum zweiten Mal geschafft: Die Kühe am Wieselerhof hoch ober Mühlwald geben die beste Milch im ganzen Land. Warum das so ist und woran das liegen kann, das wollen die Bauern – Vater Josef und Sohn Daniel Holzer – nicht verraten. Betriebsgeheimnis sozusagen.
Milchpreise in Südtirol: So schaut es aus
Südtirols Sennereien und Milchhöfe haben im vergangenen Jahr ihre Umsätze steigern können und fast 700 Millionen Euro erwirtschaftet. „Auch die Auszahlungspreise sind stabil geblieben“, konstatiert Annemarie Kaser, Direktorin des Südtiroler Sennereiverbandes, anlässlich der Vollversammlung.
Mehr Beihilfen für Milchviehbetriebe
Südtiroler Milchviehbetriebe sollen künftig stärker gefördert werden. Die Landesregierung hat in ihrer Sitzung am Dienstag beschlossen, die Förderungen für die Innenmechanisierung zu erhöhen und damit Milchbauern bei Investitionen in Melkanlagen und Heubelüftungen stärker zu unterstützen.
Ihre Kühe geben die beste Milch im Land
Manfred Miribung scheint einiges richtig zu machen, auf seinem Hof Les Majuns, den er erst vor 5 Jahren neu gebaut hat. Zum zweiten Mal in Folge ist er Südtirols bester Milchlieferant. Wie er und seine 10 Milchkühe das geschafft haben, das weiß er selbst nicht so genau – oder es bleibt sein Geheimnis.
Auszahlungspreis so hoch wie nie
Auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr blickte die Genossenschaft Milchhof Sterzing am Freitag bei ihrer Vollversammlung im Stadttheater zurück: Der Umsatz wurde gesteigert, die Position am Joghurtmarkt weiter verbessert. Zufrieden waren auch die Mitglieder, ist doch der Auszahlungspreis 2023 so hoch wie noch nie.
Südtirol: Immer weniger Milchbauern – Aber Umsätze steigen
Eigentlich waren zuletzt die Umstände in der Milchwirtschaft alles andere als einfach, trotzdem zieht der Südtiroler Sennereiverband eine positive Bilanz für das Jahr 2023. „Die Qualität unserer Produkte ist hoch, sie kommen daher bei den Konsumenten gut an und man will auch in schwierigen Zeiten nicht auf sie verzichten“, sagte Obmann Georg Egger bei der Vollversammlung in Bozen.
Warum dieser Bauer die letzte Milchkuh verkauft
Nicht zum Lachen zumute ist Christoph Casagrande vom Unterschramachhof in Gomion in der Gemeinde St. Leonhard in Passeier, wenn er auf die Situation in der Südtiroler Milchwirtschaft angesprochen wird. Im Herbst 2022 hat er die Milchanlieferung eingestellt und seinen Milchviehbetrieb auf Aufzucht und Mast umgestellt. von Florian Mair
Hohe Kosten, niedrige Preise: „Wir jungen Bauern haben die Schnauze voll“
Diese Nachricht sollte zum Nachdenken anregen und die Politik aufrütteln: „In den vergangenen 10 Jahren haben jährlich im Schnitt rund 100 landwirtschaftliche Betriebe in Südtirol ihre Milchanlieferung an Genossenschaften eingestellt“, sagt Alberich Hofer, der Bergbauernvertreter im Bauernbund. von Florian Mair
Milch: Auszahlungspreis steigt, doch die Sorgen bleiben
Die Südtiroler Milchwirtschaft hat ein extrem schwieriges Jahr hinter sich. Der Auszahlungspreis an die Bauern ist zwar gestiegen, reicht aber nicht aus, um die deutlich höheren Betriebskosten aufzufangen. Darauf wies der Sennereiverband Südtirol am Freitag bei seiner Vollversammlung hin.
Das nächste gravierende Problem für Südtirols Milchbauern
Die Lage der Südtiroler Milchbauern ist ernst: Steigende Kosten auf der einen Seite, niedrige Erträge auf der anderen. „Und wie ein Damoklesschwert schwebt über allem der Entwurf für das Dekret zur staatlichen Tierwohl-Zertifizierung“, sagt Landesrat Arno Schuler. Was will der Staat vorschreiben?
Milchwirtschaft: „Auszahlungspreise werden auch künftig nicht ausreichen“
Die massiven Kostensteigerungen haben Südtirols Milchwirtschaft im vergangenen Jahr in eine schwierige Situation gebracht. Und auch in Zukunft werde es nicht leichter. Daher brauche es eine „existenzsichernde Hilfe“, hieß es bei einem Treffen zwischen den Südtiroler Milchhöfen und der Politik.
„Zukunftsbild 2032“: Entwicklung der Südtiroler Milchwirtschaft im Fokus
Wohin soll sich die Südtiroler Milchwirtschaft künftig entwickeln? Und wie kann man den Milchviehbetrieben eine gesunde, wirtschaftlich tragfähige Zukunft sichern? Diese beiden Fragen standen im Mittelpunkt umfassender Gespräche, die die Verantwortlichen der Milchhöfe, der Sennereigenossenschaften und des Sennereiverbandes in den letzten Wochen geführt haben. Ergebnis der Analysen, Prognosen und Diskussionen ist das „Zukunftsbild 2032“.
Zuversicht bei Kellereien, verhaltene Stimmung im Obstbau und Milchsektor
In der Herbstausgabe des Wirtschaftsbarometers vom WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen – ziehen verschiedene Landwirtschaftssektoren in Südtirol eine unterschiedliche Bilanz: Während die Stimmung bei in der Obstwirtschaft, bei Sennereien und Molkereien verhalten ist, Blicken die Kellereien nach einer guten Ernte optimistisch ins neue Jahr.
Teuerung würgt Wirtschaft ab: Wer im Trentino besonders betroffen ist
Einiges können sie noch abfedern, aber die enormen Preissteigerungen bei Strom und Treibstoffen setzen den Betrieben mehr und mehr zu. In der Nachbarprovinz knickt vor allem ein Sektor nach und nach ein – kein gutes Vorzeichen für Südtirol.
Wie viel verdient ein Bauer mit dem Liter Milch? Das sagen die Zahlen
Die Bauern in höheren Tälern und am Berg gehören nicht zu jenen, die im Land regelmäßig, professionell und laut genug herumjammern. Ihre Antwort ist eine Stalltür, die für immer zuschlägt. Vor allem die Milchbauern trifft es hart – und das schon seit Jahren. Die Teuerungswelle gibt vielen den Rest, wie dramatische Zahlen des Bauernbundes zeigen.
Mutige Prognose: „Milchwirtschaft wird nach Krise als Gewinnerin dastehen“
Mit 1. September übernimmt er offiziell das Ruder bei der Bergmilch (Mila), Südtirols größtem Milchhof: Matthias Baumgartner. Der 38-Jährige tritt die Nachfolge des langjährigen Geschäftsführers Robert Zampieri an – und das in einer Zeit, die für Südtirols Milchwirtschaft selten schwieriger war. Trotzdem ist er überzeugt, dass die Branche als Gewinnerin aus dieser Krise hervorgehen wird.



