Der Hof liegt auf 1400 Metern Meereshöhe mit rund 140 Erschwernispunkten, die aufgrund der Höhenlage, der Hangneigung, der Parzellierung, der Verkehrsanbindung und der Entfernung zum nächstgelegenen Dorf berechnet werden. Dieser Hof hat einen Stall mit Milchkühen sowie eine kleine Ziegenhaltung, die Wiesen werden vollständig gemäht. Der Besitzer wollte den Hof nicht mehr weiter bewirtschaften, Benjamin Lamprecht ist über eine Facebook-Annonce auf den Betrieb aufmerksam geworden und hat ihn übernommen. Heute führt er den Hof mit großem Engagement weiter.
Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher hat sich bei einem Besuch ein Bild von der Arbeit auf diesem Hof verschafft: „Es ist beeindruckend zu sehen, wenn junge Menschen mit so viel Motivation einen solchen Hof übernehmen und weiterbewirtschaften“, betont er. „Zwar hören wir immer wieder von der Aufgabe von Milchviehbetrieben, gleichzeitig gibt es aber auch Beispiele, die in eine andere Richtung weisen. Das macht Mut und zeigt, dass unsere Berglandwirtschaft auch in Zukunft Perspektiven hat.“ Am Betriebsbesuch nahm auch der Obmann des Milchhofs Brixen Brimi Klaus Faller teil.
„Die Erhaltung und Weiterentwicklung der Milchwirtschaft und der Viehhaltung in Südtirol ist uns ein großes Anliegen“, unterstreicht Landesrat Walcher. Dafür werden gezielt Anreize geschaffen - etwa die im Vorjahr wieder eingeführte Weideprämie, die darauf abzielt, die Haltung von Rindern und Pferden auf Almen zu unterstützen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die wirtschaftliche Entlastung der Betriebe, sondern ein Mehrwert für Tierwohl und Tiergesundheit.


