Im Mündungsgebiet des Po dringt zunehmend Salzwasser aus der Adria in das Flusssystem ein. Dadurch steigt das Risiko, dass landwirtschaftliche Nutzflächen durch salzhaltiges Wasser geschädigt werden. Aus diesem Grund haben zahlreiche Betriebe die Bewässerung bereits eingeschränkt oder vollständig eingestellt, um langfristige Schäden an ihren Feldern zu vermeiden.
Die Lage dürfte sich in den kommenden Tagen weiter verschärfen. Eine neue Hitzewelle bringt heiße Luft aus Nordafrika nach Italien und sorgt für außergewöhnlich hohe Temperaturen. Vor allem im Süden sowie auf Sizilien und Sardinien werden Werte von über 40 Grad Celsius erwartet. Auch in vielen anderen Regionen liegen die Temperaturen deutlich über den für diese Jahreszeit üblichen Durchschnittswerten.
Parmesan-Herstellung ebenfalls eingeschränkt
Die extremen Wetterbedingungen wirken sich nicht nur auf die Wasserversorgung aus, sondern treffen auch die Landwirtschaft insgesamt. So leidet unter anderem die Herstellung des bekannten Parmesans. Aufgrund der hohen Temperaturen produzieren Kühe weniger Milch, zudem verschlechtert sich deren Qualität.Gleichzeitig führt die Trockenheit zu einem Mangel an Gras und Heu in der Emilia-Romagna – beides wichtige Futtermittel für die Produktion des geschützten Hartkäses. Viele landwirtschaftliche Betriebe investieren deshalb in Kühlanlagen wie Ventilatoren und Beregnungssysteme, um ihre Tiere vor der Hitze zu schützen. Diese zusätzlichen Maßnahmen erhöhen jedoch die Produktionskosten erheblich.


