Montag, 20. Juli 2026

Houthi verhängen Seeblockade gegen Saudi-Arabien

Die Houthi-Rebellen im Jemen haben eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt und damit eine neue Front im Iran-Krieg eröffnet.

Die Houthi eröffnen eine neue Front. - Foto: © APA/AFP / MOHAMMED HUWAIS

Der Schritt weitet die Bedrohung für die weltweite Energieversorgung und den Handel über den Persischen Golf hinaus aus. Die Blockade gegen den „kriminellen saudi-arabischen Feind“ basiere auf dem Prinzip „Auge um Auge“ und trete mit sofortiger Wirkung in Kraft, teilten die Streitkräfte der mit dem Iran verbündeten Houthi am Montag mit.

Eine Stellungnahme Saudi-Arabiens lag zunächst nicht vor. Die Ölpreise stiegen nach der Ankündigung am Montag zunächst an, gaben dann aber wieder nach, weil Händler auf einen diplomatischen Durchbruch im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hofften.

Eine vollständige Schließung der Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Zugang zum Roten Meer würde die saudi-arabischen Ölexporte nach Asien stoppen und könnte das weltweite Ölangebot um sieben Prozent verringern. Dies würde die Ausfälle durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran verschärfen, der das globale Angebot bereits um zehn Prozent reduziert hat. Selbst wenn keine Schiffe angegriffen würden, dürfte allein die Drohung die Schifffahrt beeinträchtigen und für Unsicherheit sorgen, erklärte der jemenitische Analyst Mohammed Al-Basha.

Die Houthi begründeten die Blockade mit der seit Jahren andauernden „ungerechten und erdrückenden Belagerung“ des Jemen durch Saudi-Arabien.

apa

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