Wie die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mitteilte, berichtete der Kapitän des Tankers von einem Angriff durch zwei Kanonenboote der Iranischen Revolutionsgarden rund 37 Kilometer nordöstlich des Oman. Kurz zuvor hatte der Iran seine Entscheidung zur Öffnung der Straße von Hormuz für den Schiffsverkehr rückgängig gemacht.
Ohne Vorwarnung hätten die Boote „auf den Tanker geschossen“. Der Tanker und die Besatzung sind demnach in Sicherheit, die Behörden ermitteln. Mehrere Schiffe berichteten von einem Funkspruch der iranischen Marine, in dem die erneute Schließung der Straße von Hormuz bekannt gegeben wird.
Nach Angaben eines Schiffverfolgungsdienstes gab es in der Straße von Hormuz einen Schusswechsel zwischen den Iranischen Revolutionsgarden und indischen Handelsschiffen. Wie der Dienst TankerTrackers.com unter Berufung auf den maritimen Notrufkanal berichtet, drängten iranische Einheiten zwei Schiffe gewaltsam zurück. Betroffen sei unter anderem ein VLCC-Supertanker, der zwei Millionen Barrel (rund 272.000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiert.
Containerschiff von „unbekanntem Projektil“ getroffen
UKMTO teilte zudem mit, dass ein Containerschiff in dem Gebiet von einem „unbekannten Projektil“ getroffen worden sei. Dabei seien einige Container beschädigt worden, zu einem Brand sei es aber nicht gekommen. Es war unklar, ob es sich um den Vorfall mit den indischen Schiffen handelte. In einem offenbar weiteren Vorfall meldete ein Kreuzfahrtschiff in dem Gebiet laut UKMTO ein „Platschen“ in der Nähe des Schiffes - möglicherweise durch eine Rakete oder Drohne beim Aufschlag ins Wasser.Der oberste iranische Führer Mojtaba Khamenei hat in einer ihm zugeschriebenen schriftlichen Botschaft der US-Armee mit einem vernichtenden Schlag gedroht. Die „tapfere iranische Marine“ sei bereit, ihren Feinden „neue Niederlagen“ zuzufügen, erklärte Khamenei am Samstag auf Telegram.


