Montag, 10. August 2026

Spanien: Zeitweise 80.000 Migranten in Ceuta

Rund 80.000 Menschen sind nach einer neuen Schätzung der spanischen Regierung beim Migrantenansturm Ende Juli irregulär nach Ceuta gelangt. Dies sagte der Minister für Territorialpolitik, Ángel Víctor Torres, bei einem Besuch in der spanischen Nordafrika-Exklave. Zuvor hatte die letzte Schätzung der linksgerichteten Regierung in Madrid bei 72.000 gelegen.

Menschen über Menschen in Ceuta. - Foto: © ANSA / REDUAN

Der beispiellose Ansturm ereignete sich vor allem am 30. Juli. Die meisten Migranten seien bereits innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Marokko zurückgekehrt, sagte Torres.

Die Angaben zur Zahl der Ankömmlinge waren zuletzt stark voneinander abgewichen. Ceutas Regionalpräsident Juan Jesús Vivas hatte zeitweise von bis zu 80.000 Menschen gesprochen, während Marokko die Zahl der Ankünfte mit rund 40.000 angegeben hatte. Die offizielle Zahl der Todesopfer kletterte unterdessen von 82 auf 83.

Der Ansturm löste eine Debatte über den Schutz der Außengrenzen der EU und die Verantwortung Spaniens aus. In Ceuta selbst gingen am Sonntagabend nach Polizeischätzung rund 5000 Menschen auf die Straße, um von der Regierung mehr Unterstützung und einen besseren Grenzschutz zu fordern.

apa/dpa

Stellenanzeigen


Teilzeit






Teilzeit





powered by
Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden