Donnerstag, 16. Juli 2026

Arbeitsmarkt-Vergleich: So schneidet Südtirol ab

Südtirol weist im Vergleich zu seinen unmittelbaren Nachbarn die niedrigste Arbeitslosenquote auf. Bei den Erwerbstätigen gibt es hingegen noch Potenzial, zeigt eine aktuelle Auswertung des Landesstatistikamtes Astat.

Südtirols Arbeitsmarkt präsentiert sich stabil. - Foto: © Oliver Berg/dpa/dpa-tmn / Oliver Berg



Mit einer Arbeitslosenquote von lediglich 1,8 Prozent bei den 15- bis 74-Jährigen im Jahr 2025 liegt Südtirol im regionalen Vergleich an der Spitze. Die Euregio-Partner Trentino und Nordtirol weisen mit 2,2 beziehungsweise 3,8 Prozent höhere Werte auf. Auch in der benachbarten Ostschweiz (3,3 Prozent) sowie in Deutschland (3,8 Prozent) liegt die Arbeitslosenquote über jener Südtirols.

Besonders positiv fällt der Blick auf die Jugendarbeitslosigkeit aus. In der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen erreicht Südtirol mit einer Quote von 4,9 Prozent den besten Wert im Vergleichsraum und setzt sich deutlich von den Nachbarregionen ab.

Erwerbstätigkeit über EU-Schnitt

Bei der Erwerbstätigenquote gibt es hingegen Luft nach oben. Mit 73,9 Prozent liegt Südtirol zwar über dem EU-Durchschnitt von 71 Prozent, hinkt den Nachbarn jedoch hinterher: In Nordtirol gehen 78,9 Prozent der Menschen einer Arbeit nach, in der Ostschweiz liegt dieser Anteil mit 83,1 Prozent sogar noch deutlicher darüber.

Auffällig ist hingegen die vergleichsweise geringe Zahl an Erwerbstätigen mit Hochschulabschluss. Während Südtirol hier nur einen Anteil von 19,5 Prozent erreicht, liegen alle Vergleichsregionen deutlich darüber. Im Trentino beträgt der Anteil 24,9 Prozent, in Nordtirol 33,9 Prozent und in der Ostschweiz 38,5 Prozent.

ber

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